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AMI Rohstoff-Index gewinnt im August zwei Punkte hinzu

AMI Rohstoff-Index gewinnt im August zwei Punkte hinzu
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
22.08.2016

Die Preise für landwirtschaftliche Produkte ziehen seit der Jahresmitte wieder an. Der AMI-Index für die wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarrohstoffe dürfte im August 2016 um fast 2 % an Wert gewonnen haben. Mit 113,5 Indexpunkten lag er für die 13 im Index enthaltenen Agrarprodukte um 2 Punkte höher als im Juli. Gegenüber seinem Tief im April dieses Jahres hat er sogar um 5 % zugelegt. Das Niveau des Vorjahres wird aber immer noch um 4 % unterschritten.

Schwache Ernteergebnisse treiben Preise an

Die Getreide- und Rapspreise haben sich im August befestigt. Im Vergleich zum Vormonat wird für neuerntiges Halmgetreide im Schnitt 6 EUR/t mehr gezahlt, wobei vor allem bessere Qualitäten mehr erzielen. Raps setzte sich gegenüber dem Vormonat sogar um 9 EUR/t ab und profitierte zuletzt von den kräftig gestiegenen Sojakursen.

In der 34. Kalenderwoche dürfte die Weizenernte bundesweit beendet sein. Qualitäten und Mengen sind sehr heterogen, so dass vorerst noch wenig am Markt offeriert wird. Die Erzeuger halten vor allem höherwertige Qualitäten zurück und hoffen aufgrund des katastrophalen Ergebnisses in Frankreich auf mehr Chancen im Exportgeschäft. Allerdings wird die Konkurrenz aus Südosteuropa in diesem Jahr besonders groß sein.
 

Ausgeglichener Schlachtschweinemarkt

Bei einem überschaubaren Angebot und einer zugleich ruhigen Nachfrage präsentierte sich der Schlachtschweinemarkt zuletzt ausgeglichen. Die Preise verharrten dabei auf unverändertem Niveau. Mit dem Ferienende dürfte sich die Nachfrage in den kommenden Wochen zwar leicht beleben, merklich festere Preise sind aber nicht zu erwarten.

Auch der Schlachtrindermarkt wird von einem kleinen Angebot bestimmt. Gerade bei Jungbullen waren Preisaufschläge zuletzt eher die Regel, eine ähnliche Entwicklung wird auch in den nächsten Wochen anhalten. Bei Kühen ist dagegen ein leichter Preisdruck zu spüren.

 

 

Milchmarkt tendiert stabil bis fester

Im Zuge der weltweit festeren Tendenzen an den Produktmärkten konnten sich die Erzeugerpreise für konventionell erzeugte Milch seit der Jahresmitte ebenfalls leicht erholen. Bereits im Juli zahlten einige Molkereien erstmals seit langem wieder mehr aus als im Monat zuvor. Im weiteren Verlauf dürfte die Zahl der Unternehmen diesbezüglich zunehmen, so dass im August, wie bereits im Vormonat, im Bundesschnitt ein leichter Anstieg beim Milchgeld zu erwarten ist.

Soweit die derzeitige Erholung am Milchmarkt anhält, dürften sich demnächst auch auf der Erzeugerebene die steigenden Tendenzen verstärken.

Wie geht es weiter an den Agrar- und Rohstoffmärkten?

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Melden Sie sich am besten noch heute an – die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Angaben zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Marktexperten

Christian Alter

Geschäftsführer AMI


Tel.: (0228) 33805-511
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen zu den internationalen Märkten, beste Kontakte zu Organisationen des gesamten Agribusiness, Referent auf Veranstaltungen zu den Rohstoffmärkten für Lebensmittel.