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Chicago: Frühe brasilianische Soja-Ernte setzt Kurse unter Druck

Chicago: Frühe brasilianische Soja-Ernte setzt Kurse unter Druck
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Mittwoch, 15.12.2021 - 13:20

(AMI) – Lebhafte Exporte und ein vom USDA prognostiziertes geringer ausfallendes Angebot sowie unerwartet niedrige Endbestände stützen die Preisentwicklung, während eine frühe brasilianische Ernte bärisch wirkt.

Die Notierungen für Sojabohnen in Chicago liegen mit umgerechnet 409 EUR/t lediglich 1 EUR/t über Vorwochenniveau. Indes vergünstigt sich Sojaöl um umgerechnet 5 EUR/t, während Sojaschrot sich um ganze 56 EUR/t gegenüber der vorangegangenen Handelswoche verteuert. Ein weiteres Exportgeschäft mit Hauptabnehmerland China befreite die Kurse in der 49. KW zunächst von Tiefständen. Private Exporteure meldeten den Verkauf von 130.000 t Sojabohnen nach China im Wirtschaftsjahr 2021/22. Auch der aktuelle Monatsbericht des US-Landwirtschaftsministerium sorgte für Aufwind. Das USDA senkte unerwartet seine Prognose für das weltweite Angebot, die weltweiten Endbestände wurden auf 102 Mio. t geschätzt und lagen damit unter den durchschnittlichen Handelsschätzungen von 104,13 Mio. t. Außerdem gab das USDA bekannt, dass die US-Sojabohnenexporte in der ersten Dezemberwoche auf ein 5-Wochenhoch von knapp 1.638 t gestiegen sind und damit am oberen Ende der Schätzungen lagen. Die Sojabohnen wurden vor allem nach China, Ägypten und Spanien verfrachtet. Hingegen drückt die bevorstehende brasilianische Sojaernte auf die Kursentwicklung. Die dort günstigen Witterungsbedingungen und damit eine mögliche frühere Ernte bremsen den Kursauftrieb. Der erwartete früh zunehmende Wettbewerb belastet zusätzlich und bremst die US-Sojaexporte aus.


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Marktexperten

Svenja Herrmann

Svenja Herrmann

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


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Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen