Chicago: Leichter Kursanstieg dank anhaltender Exportgeschäfte

Chicago: Leichter Kursanstieg dank anhaltender Exportgeschäfte
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Mittwoch, 22.09.2021 - 20:34

(AMI) – Die Entwicklung der Sojakurse lässt, bedingt durch fortlaufend lebhafte Exportkäufe, einen leichten Aufwärtstrend erkennen. Diese werden jedoch von Turbulenzen an den Finanzmärkten und anhaltenden Logistikproblemen durch Schäden des Hurrikans gebremst.

Die Kurse für Sojabohnen an der Börse in Chicago zeigen auch in der laufenden Handelswoche keine eindeutige Richtung, beendeten jedoch den zuvor gezeigten Anstieg. Der Fronttermin schloss am 21.09.21 bei umgerechnet 399 EUR/t und damit rund 2 EUR/t über Vorwochenlinie.

Für Schwäche sorgte die fortschreitende Ernte und die erneut gute Feldbestandsbonitur in den USA. Gleichzeitig gerieten die Rohstoffmärkte allesamt in den Sog fallender Aktienmärkte. Finanzielle Probleme eines chinesischen Immobiliengiganten schürte die Angst um die Wirtschaftsstabilität Chinas und ließ viele Anleger aus ihren Positionen aussteigen, auch in Chicago. Ein weiterer Effekt; die Schwäche in Asien stützt den Dollar, der daraufhin wieder zulegte. Das beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit von US-Ware am Weltmarkt. Geschwächte Kaufkraft in China und ein fester Dollar sind schlechte Voraussetzungen für den Verkauf von US-Sojabohnen in das Reich der Mitte. Und das dann die technischen Voraussetzungen für reibungslose Exportverladung nicht vorhanden sind, setzt dem Ganzen die Krone auf.

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Marktexperten

Svenja Herrmann

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


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Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen