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Chicago: USDA-Prognose drückt Weizen und stützt Mais

Chicago: USDA-Prognose drückt Weizen und stützt Mais
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Donnerstag, 15.10.2020 - 17:58

(AMI) – Da die weltweite Erzeugung 2020/21 etwas größer ausfallen dürfte als bisher erwartet, gerieten die Weizennotierungen unter Druck. Mais profitierte hingegen von der gesenkten Vorrats- und Ernteprognose.

Die Weizenkurse in Chicago und Paris haben sich in den vergangenen sieben Tagen in entgegengesetzte Richtungen bewegt. Während die Notierungen in Paris ihren Anstieg der Vorwoche weiterverfolgten, traten die Chicagoer den Rückzug an. Sie büßten umgerechnet 3 EUR/t ein und schlossen zuletzt auf 186,60 EUR/t. Nachdem die Weizennotierungen in Chicago in der vorangegangenen Woche einen mehrjährigen Höchststand erreicht hatten, gaben sie zu Beginn der Berichtwoche aufgrund von Gewinnmitnahmen deutlich nach. Hinzu kam die jüngste Veröffentlichung des USDA, in der die weltweite Vorratsschätzung angehoben wurde. Da Marktteilnehmer mit einem Rückgang gerechnet hatten, sind die Kurse dadurch kräftig unter Druck geraten. Zudem läuft die Winterweizenaussaat in den USA vergleichsweise flott. Bisher sind 68 % der Felder bestellt, was den Fünfjahresschnitt um 7 Prozentpunkte und die Markterwartungen um 1 Prozentpunkt übertrifft.

Begrenzt wurden die Kursverluste durch die trockenen Witterungsbedingungen in einigen wichtigen Erzeugerstaaten. Darunter Russland, wo die Aussaatfläche 2020/21 um 10-15 % zurückgehen könnte.

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Marktexperten

Inger Mertens

Inger Mertens

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-522
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen