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Deutscher Schweinebestand wird immer kleiner

Deutscher Schweinebestand wird immer kleiner
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
05.07.2019

(AMI) – In Deutschland sinkt die Zahl der gehaltenen Schweine Jahr für Jahr. Dieser Trend hält an. Ursachen für diese Entwicklung sind die wirtschaftlich schwierigen Bedingungen für die Schweinehalter, aber auch die immer anspruchsvolleren gesetzlichen Vorgaben für die Tierhaltung.

Bei den jüngsten Viehbestandserhebungen verminderte sich der Schweinebestand gegenüber dem Vorjahr um fast 4 %. In der längerfristigen Betrachtung nahm die deutsche Schweineherde innerhalb von 5 Jahren um fast 8 % ab. Auch die Hochburgen der Veredelung in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sind von dieser Entwicklung betroffen. Dort sind Rückgänge in den Schweinebeständen von 2014 bis zur aktuellen Viehbestandserhebung von 7 bzw. 6 % festzustellen. Insgesamt ist der bundesweite Schweinebestand mit der Viehbestandserhebung vom Mai 2019 auf ein 15-Jahres-Tief gesunken. Viel stärker fällt noch der Strukturwandel bei den Sauen aus.

Sauenherde in Deutschland in 5 Jahren um 11 % gesunken

Immer weniger Sauen werden in Deutschland gehalten. Höhere Anforderungen durch immer anspruchsvollere Auflagen in Bezug auf die Tierhaltung und eine etwa 2 Jahre anhaltende wirtschaftlich schwierige Phase bewegten etliche Sauenhalter dazu, diesen Betriebszweig aufzugeben. Im Zeitraum von 2014 bis 2019 verringerte sich der deutsche Sauenbestand um 13 %. Innerhalb von 5 Jahren gaben 3.100 Halter die Ferkelerzeugung auf, das ist ein Minus von 30 %. Vor allem die weiter verkleinerte Sauenherde deutet auf einen sinkenden Schweinebestand in der Zukunft hin. Diese Tendenz wird auch nicht durch erhöhte Ferkelimporte ausgeglichen, da diese auch rückläufig sind. Noch viel stärker ist der Strukturwandel unter den Ferkelproduzenten in Deutschland ausgeprägt: Innerhalb von acht Jahren fiel die Zahl der Betriebe um 50 %. Dem steht ein immer größerer Ruf nach regionaler Herkunft, viel Tierwohl und direkter Partnerschaft mit den Landwirten gegenüber. Aber wie so oft klaffen Wunsch und Realität weit auseinander.

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Marktexperten

Herr Matthias Kohlmüller - AMI Experte für Fleischwirtschaft

Matthias Kohlmüller

Marktanalyst Fleischwirtschaft


Tel.: (030) 8109597-12
Kontakt: AMI Expertenseite

Intensive Kontakte zu europäischen Organisationen (IMPA Meeting) und Mitglied im EU-Prognoseausschuss, Mitarbeit in Fachgremien und im Bundesmarktverband. Referent auf nationalen und internationalen Veranstaltungen.

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