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Druck auf Rapsnotierungen wächst, Kursverluste noch begrenzt

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
27.07.2016

Rapskurse in Paris können sich trotz Sojaschwäche in Chicago und zunehmendem Erntedruck vergleichsweise gut halten. MARS prognostiziert weiterhin überdurchschnittliche EU-Erträge, was jedoch nach ersten Ertragsmeldungen als relativ unrealistisch eingeschätzt wird. Frankreichs Exporthafen Rouen verlud 2015/16 Rekordmengen.

Raps in Paris kann sich dem Druck aus Chicago diese Woche vergleichsweise gut widersetzen, obwohl die in vielen Regionen voranschreitende EU-Ernte nun auch zunehmend belastet. Bei meist enttäuschenden Erträgen in den Haupterzeugungsländern, die das Vorjahresniveau deutlich verfehlen, sowie den Aussichten auf ein damit noch knapper als erwartetes Angebot 2016/17 ist der Spielraum nach unten aber voraussichtlich begrenzt. Die zu Wochenbeginn von MARS veröffentlichten Ertragsschätzungen werden von Marktteilnehmern derweil als sehr positiv und im Vergleich zu den bis dato veröffentlichten Ertragsmeldungen kaum realistisch eingestuft. Das Gros der Analysten rechnet mit deutlich niedrigeren Werten und weiteren Kürzungen der Ernteschätzungen in den Haupterzeugungsländern.
Die Aussichten auf die US-Sojaerzeugung sind weiterhin positiv. Sollten die Erträge das derzeit prognostizierte Vorjahresniveau erreichen, könnte aufgrund der Flächenausdehnung eine noch größere Ernte als 2015 zusammenkommen. Die Notierungen tendieren bei diesem Ausblick anhaltend schwach.

Informieren Sie sich tagesaktuell über den Fortschritt der EU-Rapsernte und die Aussichten auf die kommende Ernte in den USA im AMI Onlinemonitor Markt aktuell Ölsaaten. Des Weiteren erhalten Sie dort einen Überblick über die Entwicklung an Termin- und Kassamärkten, sowohl in Deutschland als auch allen anderen Haupterzeugungsländern.

Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.