Erhöhte Importnachfrage nach Milchprodukten

Erhöhte Importnachfrage nach Milchprodukten
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Mittwoch, 08.09.2021 - 13:54

(AMI) – Im ersten Halbjahr 2021 hat der internationale Handel mit Milchprodukten zugelegt. In den mengenmäßig bedeutenden Teilmärkten zeigten sich dabei überwiegend Zuwächse. Dies war vor allem die Folge der stark wachsenden Importnachfrage Chinas.

Im ersten Halbjahr 2021 hat die Nachfrage nach Milchprodukten an Dynamik zugenommen. Das sorgte für eine Belebung des internationalen Handels. Dem standen expansive Produktionsmengen bei den bedeutenden Exporteuren gegenüber. Dennoch war nicht ausreichend Ware verfügbar, wodurch die Preise deutlich zulegten. In Richtung Jahresmitte beruhigte sich die Situation aber wieder. Zum einen ließ die Nachfrage regional nach. Zum anderen dämpften die gestiegenen Logistikkosten in Folge der knappen Containerkapazitäten die Handelsaktivitäten.

Von Januar bis Juni 2021 wurden, gemessen an den Ausfuhren der jeweils zehn größten Exporteure in den einzelnen Teilmärkten, in Milchäquivalent in der Summe rund 6 % mehr Milchprodukte am Weltmarkt umgeschlagen als in der ersten Hälfte von 2020. In den meisten Teilmärkten wurde mehr Ware gehandelt. Vollmilchpulver, Käse und Kasein erreichten gegenüber 2020 jeweils ein Wachstum um knapp 9 %, Magermilchpulver legte um rund 6 % zu. Auf etwas niedrigerer Mengenbasis verzeichnete Molkenpulver mit knapp 13 % allerdings den deutlichsten Zuwachs. Dazu hat in allen Fällen die stark gestiegenen Importnachfrage aus China maßgeblich mit beigetragen. Bei Butter und Laktose zeigte sich das Reich der Mitte ebenfalls sehr aufnahmefähig. Hier wurden die Vorjahresmengen jedoch verfehlt.

Nachfragesog aus China

Chinas Importe von Milchprodukten haben im ersten Halbjahr 2021 stark zugenommen. Bei nahezu allen Produkten wurde das Niveau von 2020 übertroffen, zumeist sogar deutlich. Die Dynamik des Wachstums nahm allerdings im Verlauf des zweiten Quartals teils etwas ab. Die Einfuhren von Milch- und Molkenpulver, die mengenmäßig bedeutendsten Importprodukte, verzeichneten absolut betrachtet die umfangreichsten Zuwächse. Bei Vollmilchpulver waren die Mengen um knapp ein Drittel höher als im Vorjahr. Die zusätzliche Ware kam nahezu vollständig aus Neuseeland. Bei Magermilchpulver wurden die Importe in der ersten Jahreshälfte um 47 % gesteigert. In ähnlichem Umfang wuchsen die Einfuhrmengen bei Molkenpulver. Deutliche Zuwächse verbuchten zudem die Importe von Butter und Butteröl sowie Käse.

Was bedeutete das für die Absatzmöglichkeiten der bedeutenden Exporteure im Detail? Und welche Länder waren wichtige Abnehmer am Weltmarkt? Antworten auf diese Fragen finden Sie in einer ausführlichen Analyse im Markt aktuell Milchwirtschaft. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen!

Marktexperten

Herr Andreas Gorn - AMI Experte für Milch und Milchprodukte

Andreas Gorn

Marktanalyst Milch und Milchprodukte


Tel.: (0228) 33805-100
Kontakt: AMI Expertenseite

Intensive Kontakte zu Milcherzeugern, Molkereien und dem Handel. Mitarbeit in Fachgremien, Referent auf Fachveranstaltungen.