Login

Erzeugerpreise für Raps unter Vorjahr

Erzeugerpreise für Raps unter Vorjahr
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
03.11.2017

(AMI) – In den ersten vier Monaten des Wirtschaftsjahres haben sich die Erzeugerpreise kaum bewegt. Der saisonübliche Preisanstieg verzögert sich auch wegen umfangreicher Rapsimporte.

Die Erzeugerpreise für Raps wiesen in den ersten vier Monaten des Wirtschaftsjahres 2017/18 eine sehr geringe Volatilität auf. Während die Erzeugerpreise im Juli und August das Vorjahresniveau noch deutlich übertrafen, tendierten die Forderungen in den folgenden Wochen auf nahezu unverändertem Niveau.

Die Differenz zum Vorjahr schwankte dabei zwischen plus 22 EUR/t im Juli 2017 und minus 27 EUR/t Ende Oktober 2017. Mit 350 EUR/t für Raps der Ernte 2017 wurden zuletzt rund 4 EUR/t weniger bezahlt als noch zum bisherigen Jahreshoch Mitte Juli. Grund für die Preisentwicklung sind nach Angaben der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft mbH umfangreiche Rapsimporte aus Australien. Diese setzen die hiesigen Preise unter Druck.

Von Mai bis August 2017 stiegen die Einfuhren von Raps aus Australien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 123 % auf 336.367 t. Die Rapseinfuhren aus der Ukraine haben im selben Zeitraum sogar um 880 % auf 106.596 t zugelegt. Darüber hinaus belasten die zuletzt schwächeren Preise für Rapsschrot die Rohstoffnachfrage.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie wöchentlich in den umfassenden Analysen zu den deutschen und internationalen Märkten für Ölpflanzen im Markt aktuell Ölsaaten.

Sie sind noch kein Kunde? Besuchen Sie uns gleich im Shop und sichern Sie sich Zugang zum Expertenwissen.

Marktexperten

Sebastian Kaltenecker

Sebastian Kaltenecker

Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-516
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

Verwandte Analysen
Rapsschrot ohne Nachfrage deutlich teurer
Deutschland | Schrote | Handel

Rapsschrot ohne Nachfrage deutlich teurer

(AMI) – Die Sojaschrotpreise tendieren fester, Rapsschrot hat sich sogar sprunghaft verteuert. Ausschlaggebend ist die fortwährende Kleinwasserproblematik.

Schlachtschweinepreis weiter unverändert
Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis weiter unverändert

(AMI) – In den Diskussionen über die Preisfindung am Schweinemarkt bestimmen unveränderte Forderungen und keine nennenswerten Veränderungen der Marktlagen die Gespräche. Dies trifft sowohl auf der Seite der Einsender zu, als auch auf der Seite der Fleischvermarkter.

Globales Mengenwachstum setzt sich fort
Welt | Milch & Milchprodukte | Erzeugung

Globales Mengenwachstum setzt sich fort

(AMI) – Im Jahr 2018 war die weltweite Milcherzeugung weiter auf Wachstumskurs. Auch der internationale Handel mit Milchprodukten legte mengenmäßig zu. Das geht aus dem aktuellen Food Outlook der FAO hervor. Asien hatte daran durch überdurchschnittliche Zuwächse bei beiden Entwicklungen einen maßgeblichen Anteil.

Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte?
Europa | Schweine | Erzeugung

Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte?

(AMI) – Der Wettbewerbsdruck im Handel mit Schlachtschweinen ist in Deutschland und der EU so groß wie schon lange nicht mehr, die gesamte Wertschöpfungskette steht vor immensen Aufgaben. Eine rückläufige Fleischnachfrage, Schwierigkeiten im Export und nicht zuletzt die Afrikanische Schweinepest belasten den Markt. Anders bei den Schlachtrindern. Rindfleisch steigt in der Gunst der Verbraucher während das Angebot zuletzt mehrfach zurückging. Den dürrebedingt steigenden Futtermittelpreisen zum Trotz konnten die Erzeuger für Schlachttiere teilweise sogar Erlöse über dem Vorjahr erzielen.

Auch interessant