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EU-Weichweizenernte 2016 auf 133 Mio. t taxiert

EU-Weichweizenernte 2016 auf 133 Mio. t taxiert
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
01.09.2016

Die EU-Kommission kürzte ihre Versorgungsbilanzen für Getreide. Vor allem die Schätzung der Weichweizenernte fällt unerwartet klein aus. Den Kursen konnte dies nur kurzzeitig Auftrieb verschaffen, sie schwächeln unter dem Druck einer überreichlichen globalen Versorgung.

Die jüngste Schätzung der EU-Kommission über die Versorgungslage mit Getreide 2016/17 verhalf den Notierungen kurzzeitig zu einem leichten Plus. An den meisten Börsentagen konnte sich Paris allerdings nicht dem Druck aus Übersee entziehen und schloss ebenfalls im Minus. Mit den zuletzt notierten 154,75 EUR/t unterschritt der Fronttermin erstmals seit einem Monat wieder die Linie von 155 EUR/t. Der zwischenzeitliche Kursgewinn aufgrund der schwachen europäischen Ernte ist damit wieder eingebüßt. Dabei verzeichnet die EU-28 derzeit lebhafte Drittlandsexporte, die bereits das Volumen von 4 Mio. t überschreiten und damit 1,1 Mio. t über Vorjahr liegen. Allerdings macht sich bereits viel Börsentechnik auf dem Fronttermin bemerkbar, denn der läuft in einer Woche aus. Spätere Kontrakte zeigen einen noch steileren Abwärts-trend, so verlor der Dezember zur Vorwoche rund 3,6 % an Wert, der September indes nur 2,4 %. Da wird es derzeit schwer für einen Richtungswechsel. So kann der schwache, und damit exportfördernde, Euro den Verlust kaum abfangen.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien