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Flaute am Brotgetreidemarkt

Flaute am Brotgetreidemarkt
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
17.11.2016

Brotgetreide wird am Markt in Deutschland momentan kaum noch gehandelt. Die Mühlen sind mindestens bis zum Jahresende gedeckt, seitens des Export wächst das Interesse und Erzeuger wollen zu den genannten Geboten nicht verkauften.

Die Preise für Brotgetreide legten hier und da etwas zu, umgesetzt wird indes wenig. Mühlen zeigen bestenfalls noch kleinere Deckungslücken. Aus allen Regionen heißt es aber, dass Verarbeiter so gut wie nicht am Markt sind, da Kontraktware bis über den Jahreswechsel hinaus umfangreich beschafft wurde, so dass der Bedarf gedeckt ist. Bei den Exporten könnte das Geschäft mit Algerien für Nachfrage sorgen. Bislang wurden in den Häfen Kontrakte abgewickelt, die schon vor Wochen geschlossen wurden. Neugeschäfte sind eher selten. Der sehr geringen Nachfrage stehen Anbieter gegenüber, die zu den aktuellen Preisen nichts abgeben wollen. Sie setzen weiterhin auf lebhaftere Geschäfte und höhere Preise nach dem Jahreswechsel.

Am Kassamarkt werden kaum höhere Preise als in der Vorwoche genannt und spiegeln damit das geringe Interesse an Brotgetreide deutlich wider. Denn an der Börse legten die Weizenkurse um knapp 4 EUR/t zur Vorwoche zu und liegen damit gleichauf mit Mais. In Hamburg kostete Brotweizen Mitte dieser Woche immer noch 165 EUR/t und A-Weizen 170 EUR/t. Am Niederrhein blieb es bei 169 EUR/t für Brotweizen, genau wie Eliteweizen im Südosten immer noch auf 175 EUR/t kommt. Die Erzeugerpreise für Mahlgetreide haben sich ebenfalls nur marginal verändert. Im Osten wurden die Gebote für Eliteweizen teils deutlich zurückgenommen. Der Großhandel verzeichnet auf späteren Terminen sporadische Umsätze mit Brotroggen, der beispielsweise im Januar geliefert am Niederrhein auf knapp behauptete 163 EUR/t kommt. Am Oberrhein gibt es wie in der Vorwoche 160 EUR/t. Braugerste stößt am Markt auch nicht groß auf Interesse. Nur im Norden gab es zuletzt etwas Geschäft.

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Marktexperten

Christoph Hambloch

Christoph Hambloch

Marktanalyst Kartoffeln


Tel.: (0228) 33805-352
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen und Produktstudien, langjährige intensive Kontakte zu nationalen und internationalen Unternehmen der Kartoffelbranche. Mitglied von Fachgremien und Institutionen im Bereich Kartoffelanbau.