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Frankreich: Große Weizenernte drückt Preise

Frankreich: Große Weizenernte drückt Preise
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
05.09.2019

(AMI) – Hohe Exportkonkurrenz für französischen Weizen und geringe Nachfrage nach Futtergerste lassen Preise sinken. Auch die Börsennotierungen bieten keine Unterstützung.

Mit einer großen Weichweizenernte, die von dem französischen Agrarunternehmen Agritel auf 39,2 Mio. t geschätzt wird und damit die zweithöchste Erzeugungsmenge in den vergangenen 20 Jahren darstellt, stehen französische Marktteilnehmer nun vor der großen Herausforderung diese auch zu verkaufen. Bis Juni 2020 müssten nach Schätzungen von Agritel 20,1 Mio. t am Weltmarkt verkauft werden, davon allein 11,3 Mio. t an Drittstaaten. Es wird mit einer Ausfuhrmenge von 5 Mio. t nach Algerien gerechnet, wobei deutsche und baltische Ausfuhren eine große Konkurrenz darstellen. Subsahara-Afrika könnte ebenfalls ein Ziel französischer Exporte darstellen, allerdings müssen weitere Absatzwege gefunden werden.

Regional große Unterschiede im Maisertragspotenzial

Die Maiskulturen in Burgund und Lorraine haben an Ertragspotenzial verloren, dieses wird aber durch verbesserte Ergebnisse im Elsass und Neu-Aquitanien ausgeglichen. Die Witterungsbedingungen in den kommenden Wochen werden die Erntemengen allerdings noch maßgeblich bestimmen. Wenn Sie den Markt für Getreide in Frankreich und Europa dauerhaft im Blick behalten wollen, dann ist der Online-Dienst Markt aktuell Getreide genau das Richtige für Sie. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich jetzt Zugang zum Expertenwissen.

Marktexperten

Inger Mertens

Inger Mertens

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-522
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

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