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Frankreich: Schwache Terminmärkte belasten Getreidepreise

Frankreich: Schwache Terminmärkte belasten Getreidepreise
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
22.03.2018

(AMI) – Die deutlich schwächeren Terminmärkte in den USA und Paris setzten auch die Getreidepreise am französischen Markt unter Druck. Davon unabhängig befinden sich die Getreidefeldbestände in guter Verfassung.

FranceAgriMer bewertete zum Ende der zurückliegenden Woche den Zustand der französischen Weichweizenbestände zu 80 % als gut bis sehr gut ein, in der Vorwoche waren es jedoch noch 81 % und in zum Vergleichszeitpunkt vor einem Jahr wurden sogar 92 % der Feldbestände mit der Bestnote bewertet. Gleichzeitig verzögert sich durch das anhaltend winterliche Wetter die Gerstenaussaat. Rund 35 % der geplanten Anbaufläche waren zum Stichtag am 11.03.2018 gedrillt, in der Vorwoche waren es 29 %. Zum Vergleich: Im Vorjahr war die Aussaat Mitte März bereits zu 39 % abgeschlossen.

Die Forderungen für Getreide am französischen Kassamarkt haben sich in der vergangenen Woche überwiegend schwächer entwickelt. Grund waren vor allem schwächere Terminmarktnotierungen in Chicago und in Paris. Mais konnte das hohe Niveau der vergangenen Woche nicht mehr halten, fob Rhein gaben die Gebote leicht um 1 EUR/t auf 165 EUR/t nach. Futtergerste vergünstigte sich ebenfalls um 1 EUR/t, fob Mosel wurden somit 150 EUR/t verlangt. Auch Weizen tendierte schwächer. Mit 150 EUR/t fob Mosel wurden zuletzt 3 EUR/t weniger genannt als in der vergangenen Woche.

Marktexperten

Sebastian Kaltenecker

Sebastian Kaltenecker

Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-516
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

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