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Gedämpfter Angebotsverlauf am Weltmarkt

Gedämpfter Angebotsverlauf am Weltmarkt
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Mittwoch, 26.02.2020 - 09:43

(AMI) – Das Milchaufkommen bei den mengenmäßig bedeutenden Exporteuren von Milchprodukten bewegte sich 2019 auf dem Vorjahresniveau. Regional gegenläufige Entwicklungen hielten sich dabei weitgehend die Waage. Seit Herbst bestimmten jedoch in der Summe wieder leicht steigende Tendenzen das Bild.

Im Jahr 2019 hat die weltweite Kuhmilcherzeugung weiter zugenommen, schätzungsweise um 1,4 %. Regional sind die steigenden Tendenzen aber bereits Ende 2018 zum Stillstand gekommen – auch in größeren Exportstandorten wie Ozeanien und der EU. Das hat sich auch auf das Angebot am Weltmarkt ausgewirkt. Das Exportangebot, festgemacht am Milchaufkommen der mengenmäßig bedeutenden Exporteure EU, USA, Australien und Neuseeland, ist 2019 teils unter die Vorjahreslinie gesunken. Im zweiten Halbjahr war der Verlauf zwar wieder dynamischer, vor allem auf der Nordhalbkugel. Das konnte das schwächere erste Halbjahr aber nicht vollständig ausgleichen. Das Exportangebot am Weltmarkt ist im vergangenen Jahr somit in der Summe nicht weiter gewachsen.

Rückläufige Tendenzen in Ozeanien

Auf der Südhalbkugel dominierten rückläufige Entwicklungen. Das Angebot der Anbieter Ozeaniens lag 2019 in der Summe damit unter dem Vorjahresniveau. In Neuseeland reduzierten fehlender Niederschlag und Hitze die Milchproduktion. Die Saison startete mit weniger Niederschlag als üblich. So fehlte Futter auf den Farmen, das durch teures Zukauffutter ergänzt werden musste. Im Frühjahr und zur Milchspitze im letzten Jahresdrittel gab es weniger Milch.

In Australien ist die Milchproduktion bereits seit Herbst 2018 rückläufig. Hier ist die Milchwirtschaft durch eine lange Periode von Hitze und Trockenheit gebeutelt. In weiten Teilen fehlte Futter, was zu einem massivem Bestandsabbau in den Milchkuhherden geführt hat. Hinzu kamen die schweren Busch- und Waldbrände. Insgesamt waren Auswirkungen in den bedeutenden Produktionsregionen Victoria und New South Wales, wo knapp 80 % der Milchproduktion verortet sind, am schwersten.

Leichtes Mengenwachstum auf der Nordhalbkugel

Bei den Exporteuren auf der Nordhalbkugel zeigten sich hingegen 2019 leichte Mengenzuwächse. Die Milcherzeugung in den USA bewegte sich leicht über dem Vorjahresniveau. Zwar wurden die Mengen von 2018 im ersten Halbjahr punktuell unterschritten, in Richtung Herbst lag die Erzeugung aber wieder stärker über der Vorjahreslinie. Trotz reduziertem Milchkuh-Bestand erzeugten die US-amerikanischen Milchviehhalter in der Summe etwas mehr Milch als 2018.

Auch in der EU bewegte sich die Milchanlieferung 2019 auf erhöhtem Niveau. Die Mengen des Vorjahres wurden insbesondere im Frühjahr und ab August übertroffen. Dadurch war das Rohstoffaufkommen von Januar bis Dezember im Mittel um 0,5 % umfangreicher als 2018.

Wie entwickelten sich die Milchmengen im Detail? Und wie geht es am Weltmarkt angebotsseitig weiter? Umfassende Informationen dazu finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Marktexperten

Herr Andreas Gorn - AMI Experte für Milch und Milchprodukte

Andreas Gorn

Marktanalyst Milch und Milchprodukte


Tel.: (0228) 33805-100
Kontakt: AMI Expertenseite

Intensive Kontakte zu Milcherzeugern, Molkereien und dem Handel. Mitarbeit in Fachgremien, Referent auf Fachveranstaltungen.