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Getreidekurse geben nach - Weizen mehr als Mais

Getreidekurse geben nach - Weizen mehr als Mais
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
04.11.2016

Bis Oktoberende herrschte für die Weizen- und Maiskurse feste Tendenz vor und die Notierungen erreichten ein 2-Monatshoch. Seither dominiert allerdings Kursschwäche. Gründe sind Positionsbereinigungen an der Börse, zudem feiertagsbedingte Ruhe an den Kassamärkten und mangelnde Impulse vom Weltmarkt.

Der November startete an der Matif mit schwächeren Weizenkursen, so dass sich der Abstand zu den EU-Weizenkursen in Chicago weiter sehr hoch bleibt - zuletzt lag er bei knapp 14 EUR/t. Während vor dem Wochenende mit einem Euro unter 1,10 USD und Aussichten auf Export noch positive Stimmung am Weizenmarkt herrschte, trübte der steigende Euro die Stimmung maßgeblich ein. Und das obgleich die Gemeinschaftswährung nur um 1,6 % in 3 Tagen anstieg. Übrigens wird der Euro gestützt von den wachsenden Wahlchancen von Donald Trump – das schwächt den Dollar! Fundamentales vom europäischen Weizenmarkt gab es indes wenig. Das Weizenangebot in Frankreich ist sehr knapp, Niedrigwasser behindert den überregionalen Warenverkehr und verteuert die Frachten. So wird an Deutschlandsexportstandort Nr. ,1 in Hamburg, immerhin für vordere Warte ein Aufschlag von bis zu 4 EUR/t auf die Matif-Notierung bewilligt und spiegelt damit das Kaufinteresse wider. Gleichzeitig setzen die Verladerüssel im französischen Exporthafen Rouen Spinnweben an. Seit dem 12.10.2016 ist dort kein Schiff mehr beladen worden und vorerst wird es dabei bleiben. Demgegenüber nimmt Dünnkirchen allerdings Weizen aus Großbritannien auf und auch deutsche Ware floss nach Frankreich.
An der Terminbörse in Paris überwog zu Monatsende allerdings viel Technik. Glattstellungen sorgten für Kursschwäche, die anhielt, obgleich in Chicago die Kurse bereits wieder ins Plus gedreht hatten. Am 2.11.2016 schloss der Dezember-Kurs mit 162,75 EUR/t und damit zwar nur 0,75 EUR/t unter Vorwochenlinie. Allerdings wurde zwischenzeitlich auch die 165,75 EUR/t notiert.

Die Maiskurse haben seit dem Wochenende ebenfalls den Rückzug angetreten. Mit dem baldigen Ende des Fronttermins könnte zunehmend mehr Technik ins Spiel kommen, noch entwickeln sich der Fronttermin und Folgetermine aber nahezu parallel. Nachdem Ende Oktober der Schlusskurs noch 167 EUR/t erreichte, wurden zuletzt noch 164,75 EUR/t erreicht.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien