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Getreidemärkte entwickeln sich regional unterschiedlich

Getreidemärkte entwickeln sich regional unterschiedlich
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
02.02.2017

Eine Preisdelle am Terminmarkt schlägt sich regional auch am Kassamarkt für Brotgetreide nieder. Ein stabiler Futtergetreidemarkt schützt aber in einigen Gebieten vor allzu großen Preiskorrekturen. Exporte laufen zudem weiterhin gut, so dass Erzeuger ohne Druck vermarkten.

Grundlegendes hat sich am Kassamarkt für Brotgetreide nicht verändert. Die Preisdelle am Terminmarkt hat allerdings hier und da ihre Spuren hinterlassen. Vor allem in der Nordhälfte heißt es, dass die Preise für Brotweizen zur Wochenmitte um bis zu 4 EUR/t zurückgegangen sind. Das hat Auswirkungen auf die Abgabebereitschaft der Erzeuger, die angesichts immer noch reger Exportnachfrage oftmals zuversichtlich sind, im weiteren Verlauf wieder mehr erzielen zu können. Marktbeteiligte gehen auch für die kommende Zeit davon aus, dass aus dem Mittelmeerraum und aus arabischen Staaten weitere Lieferaufträge kommen, die das Geschäft beleben. In der Südhälfte, aber auch im Westen, gehen die Beobachter eher von unveränderten Preise aus. Teilweise werden sogar Aufschläge gegenüber der Vorwoche gemeldet. Eine eher stabile Preislage bei Futtergetreide scheint den Brotweizenmarkt gegenüber den äußeren Einflüssen etwas zu schützen. Fast überall heißt es, dass Mahlroggen gesucht wird. Die Erzeuger verfügen meist nur noch über kleine Teilmengen. Der Rest der 2016er Ernte ist längst verkauft. Bei Braugerste ist die Lager wiederum je nach Region sehr unterschiedlich. In Niedersachsen zogen die Preise für den Biergrundstoff genaue wie die Preise für Roggen den höheren Preisen für Brotgetreide nach, während im Westen bei fehlender Nachfrage sinkende Preise die Regel sind.

Im Großhandel spiegelt sich das Geschehen auf Erzeugerebene wider. So würde beispielsweise Brotweizen zur baldigen Lieferung am Niederrhein um 3 EUR/t günstiger und kostete Mitte der Woche noch 173 EUR/t. Dagegen behauptete sich Brotroggen dort mit 163 EUR/t und am Oberrhein oder in Westfalen mit 160 EUR/t. Bei Braugersten ändert sich an den Großhandelspreisen schon seit Wochen so gut wie nichts. Am Niederrhein werden 197 EUR/t erzielt und am Oberrhein auch 200 EUR/t. Bei meistens eher geringer Geschäftstätigkeit waren repräsentativen Preise nicht leicht für jedes Getreide in jeder Region zu ermitteln.

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Marktexperten

Christoph Hambloch

Christoph Hambloch

Marktanalyst Kartoffeln


Tel.: (0228) 33805-352
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen und Produktstudien, langjährige intensive Kontakte zu nationalen und internationalen Unternehmen der Kartoffelbranche. Mitglied von Fachgremien und Institutionen im Bereich Kartoffelanbau.