Login

Hohe Preise wirken sich auf Nachfrage aus

Hohe Preise wirken sich auf Nachfrage aus
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
16.08.2018

(AMI) – Die Nachfrage nach Milchprodukten ist im ersten Halbjahr 2018 nahezu produktübergreifend zurückgegangen. Die Verbraucherausgaben haben jedoch zugelegt. Neben gestiegenen Preisen ist auch ein verändertes Konsumverhalten ursächlich.

Die Verbraucher konsumierten von Januar bis Juni 2018 produktübergreifend weniger Milchprodukte. Besonders deutlich war dies bei der Butter zu beobachten. Die Einkaufsmengen sind hier gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 11,4 % zurückgegangen. Dies dürfte in erster Linie auf die gestiegenen Preise zurückzuführen sein. Im ersten Halbjahr 2018 wurde Butter gegenüber dem Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 24,1 % teurer. Darauf haben die durchaus preissensiblen Verbraucher mit einer geringeren Einkaufsmenge reagiert. Die Haushalte gaben dennoch im gleichen Zeitraum im Mittel knapp 10 % mehr für Butter aus, aufgrund der höheren Preise.

In den ersten Augustwochen hat die Preissenkung bei der Deutschen Markenbutter im Preiseinstiegssegment von 1,85 EUR auf 1,75 EUR je 250-Gramm-Päckchen jedoch laut nationaler Verkaufsstatistik nicht zu einem nennenswert höheren Absatz geführt. Die hochsommerlichen Temperaturen und die Ferienzeit dürfte hier den Preiseffekt überlagert haben.

Streichmischfette liegen im Trend

Zum Teil sind die Verbraucher von Januar bis Juni 2018 von der traditionellen Butter auf kostengünstigere Alternativen umgestiegen. Die Streichmischfette gewinnen seit Jahren an Beliebtheit. Dieser Trend setzte sich auch im laufenden Jahr fort. In den ersten sechs Monaten von 2018 lag der Anteil der zumeist mit Rapsöl versetzten Butter bei rund 23 %. Im gleichen Zeitraum 2017 lag der Anteil noch bei rund 19 %. Tendenz: weiter steigend.

Wie entwickelte sich die Nachfrage bei Konsummilch, Käse und weiteren Milchprodukten? Eine ausführliche Analyse finden Sie im Markt aktuell Agribusiness. Sie sind noch kein Kunde? Dann nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern sich noch heute Ihren Zugang zum Expertenwissen.

Marktexperten

Juliane Michels, Junior-Produktmanagerin Agribusiness

Juliane Michels

Produktmanagerin Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-519
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu den Themenbereichen Milch und Milchprodukte

Verwandte Analysen
Zahlen und Fakten zum Milchmarkt
Welt | Milch & Milchprodukte | Marktprognose

Zahlen und Fakten zum Milchmarkt

(AMI) – Der Milchmarkt entwickelte sich 2018 auf allen Marktstufen fester als erwartet. Die Preisspitzen des Vorjahres wurden allerdings zumeist nicht wieder erreicht, auch weil die Auswirkungen der Dürre moderater blieben als zunächst befürchtet. Wie geht es 2019 weiter? Wie entwickelt sich das Milchaufkommen? Bleibt europäische Ware am Weltmarkt wettbewerbsfähig? Welche Bedeutung hat die Ausgestaltung des Brexits für den Milchmarkt? Die neue AMI Markt Bilanz Milch 2019 liefert hierzu ausführliche Zahlen und Fakten.

Milchanlieferung weitgehend stabil
Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Milchanlieferung weitgehend stabil

(AMI) – In den zurückliegenden Wochen hat es kaum Veränderungen beim Milchaufkommen in den deutschen Molkereien gegeben. Seit Ende Februar zeigt sich ein recht stabiler Verlauf, wobei das Vorjahresniveau zuletzt wieder unterschritten wurde.

Schlachtschweinepreis unverändert auf 1,73 EUR/kg
Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis unverändert auf 1,73 EUR/kg

(AMI) – Nachdem die Preisempfehlung in den vergangenen Wochen stetig angehoben wurde, präsentiert sich der deutsche Schlachtschweinemarkt nun ausgeglichen. Die angebotenen Mengen bleiben dabei überschaubar, durch den Wegfall zweier Schlachttage durch Ostern hat sich die Nachfrage etwas beruhigt.

Knappes Angebot an Rapsschrot
Deutschland | Schrote | Handel

Knappes Angebot an Rapsschrot

(AMI) – Ölmühlen bieten kaum noch Rapsschrot auf vorderen Positionen an, am Sojaschrotmarkt belastet die Aussicht auf eine gute Ernte in Argentinien.

Auch interessant