Login

Kartoffelmarkt blickt mit Zuversicht auf 2017

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
16.12.2016

Nach turbulenter Marktentwicklung im Herbst geht das Jahr bei Kartoffeln ruhig zu Ende. Nochmalige Preisaufschläge für die Vermarkung zum Fest waren zwar zum Teil erwartet worden, sie blieben aber aus. Die Enttäuschung hält sich in Grenzen. Für 2017 ist noch Bewegung nach oben drin, vor allem weil bald Kistenläger mobilisiert werden müssen.

Die Lage am Kartoffelmarkt ist stabil. Vor Weihnachten hatte mancher zwar noch einen Preisaufschlag erwartet, den ließ die allgemein ziemlich ruhige Nachfrage aber nicht zu. Die Enttäuschung darüber hält sich bei den Lagerhaltern aber in Grenzen. Sie können dieses Jahr alles problemlos platzieren und bekommen auch noch hohe Preise dafür. Packer sortieren aber relativ viel aus, was die Freude der Lieferanten etwas dämpft. Nachdem in den Überschussgebieten in den Vorwochen mehr übergebietlich verkauft wurde, als das vor der Saison noch zu erwarten gewesen wäre, sind die Vorräte im Flächenlager schon weit geschrumpft. Das macht es nötig, bald mit dem Verkauf aus dem Kistenlager zu beginnen. Und spätestens dann wollen die Lagerhalter höhere Preise durchsetzen. Derzeit gehen viele sogar davon aus, dass mit der daran anschließenden Vermarktung gekühlter Kartoffeln noch etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.

Das hiesige Geschehen am Markt für Speisekartoffeln war bisher eng mit den Entwicklungen bei Verarbeitungsrohstoff in Westeuropa verknüpft. Der ist noch teurer als Ware für die Frischvermarktung.

Warum das so ist und wie sich die Voraussetzungen für die zweite Hälfte des Wirtschaftsjahres darstellen, erklärt die AMI Markt Bilanz Kartoffeln 2016/17 in Analysen, Grafiken und Statistiken. Die neue AMI Markt Bilanz Kartoffeln 2016/17 können Sie als Buch oder E-Book im AMI Shop bestellen.

Marktexperten

Christoph Hambloch

Christoph Hambloch

Marktanalyst Kartoffeln


Tel.: (0228) 33805-352
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen und Produktstudien, langjährige intensive Kontakte zu nationalen und internationalen Unternehmen der Kartoffelbranche. Mitglied von Fachgremien und Institutionen im Bereich Kartoffelanbau.

Verwandte Analysen
Rapsschrot ohne Nachfrage deutlich teurer
Deutschland | Schrote | Handel

Rapsschrot ohne Nachfrage deutlich teurer

(AMI) – Die Sojaschrotpreise tendieren fester, Rapsschrot hat sich sogar sprunghaft verteuert. Ausschlaggebend ist die fortwährende Kleinwasserproblematik.

Schlachtschweinepreis weiter unverändert
Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis weiter unverändert

(AMI) – In den Diskussionen über die Preisfindung am Schweinemarkt bestimmen unveränderte Forderungen und keine nennenswerten Veränderungen der Marktlagen die Gespräche. Dies trifft sowohl auf der Seite der Einsender zu, als auch auf der Seite der Fleischvermarkter.

Globales Mengenwachstum setzt sich fort
Welt | Milch & Milchprodukte | Erzeugung

Globales Mengenwachstum setzt sich fort

(AMI) – Im Jahr 2018 war die weltweite Milcherzeugung weiter auf Wachstumskurs. Auch der internationale Handel mit Milchprodukten legte mengenmäßig zu. Das geht aus dem aktuellen Food Outlook der FAO hervor. Asien hatte daran durch überdurchschnittliche Zuwächse bei beiden Entwicklungen einen maßgeblichen Anteil.

Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte?
Europa | Schweine | Erzeugung

Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte?

(AMI) – Der Wettbewerbsdruck im Handel mit Schlachtschweinen ist in Deutschland und der EU so groß wie schon lange nicht mehr, die gesamte Wertschöpfungskette steht vor immensen Aufgaben. Eine rückläufige Fleischnachfrage, Schwierigkeiten im Export und nicht zuletzt die Afrikanische Schweinepest belasten den Markt. Anders bei den Schlachtrindern. Rindfleisch steigt in der Gunst der Verbraucher während das Angebot zuletzt mehrfach zurückging. Den dürrebedingt steigenden Futtermittelpreisen zum Trotz konnten die Erzeuger für Schlachttiere teilweise sogar Erlöse über dem Vorjahr erzielen.

Auch interessant