Login

Kontraktgeschäft beendet

Kontraktgeschäft beendet
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
18.11.2016

Landwirte haben in den vergangenen Wochen ihre Kontrakte zum größten Teil abgeschlossen und profitierten dabei von relativ niedrigen Mischfutterpreisen. Dennoch konnten nicht alle Pläne realisiert werden, zum Teil herrschen noch massive Liquiditätsengpässe auf den Höfen, auch wenn sich die Erlöse aus Milch und Fleisch zuletzt etwas verbessert hatten. Allerdings wurde weniger gekauft als in den Jahren zuvor, Betriebsaufgaben und Liquiditätsengpässe bremsten den Mischfutterumsatz.

Die Verkaufspreise der einzelnen Futtermischungen und -komponenten entwickelten sich im November 2016 uneinheitlich. Milchaustauscher legen erneut kräftig zu, Milchleistungsfutter wird ebenfalls etwas teurer. Schweinmastfutter tendiert indes etwas schwächer. Im Geflügelbereich haben sich die Futtermischungen mit Ausnahme des Hähnchenmastfutters vergünstigt. Die detaillierte Preisübersicht zu den Einkaufspreisen für Futtermittel mit einer regionalen Marktlage finden Sie in Markt aktuell Futtermittel.

Geschäft mit Lieferverträgen ist beendet
Das Kontraktgeschäft ist gelaufen. Sowohl Milchviehalter als auch Schweinemäster haben ihre Hausaufgaben gemacht und die Lieferverträge bis zum Sommer 2017 teils auch schon bis zum Herbst 2017 abgeschlossen. Die Anbieter verzeichnen dabei eine geringere Liefermenge als noch vor einem Jahr. Zum Teil gibt es weniger Veredelungsbetriebe, zum Teil mischen viele Betriebe jetzt mehr hofeigenes Futter. Allerdings haben die steigenden Erlöse in der Milchproduktion die Nachfrage nach höherwertigen Milchleistungsfuttern angekurbelt. Dennoch weisen Handelsunternehmen weiterhin auf große Liquiditätsengpässe in der Landwirtschaft hin. So ist es wenig verwunderlich, dass ein Großteil der Betriebe auch weiterhin im Tagegeschäft seinen kurzfristigen Bedarf deckt.

Raufutterpreise uneinheitlich
Das Kaufinteresse für Raufutter ist vor allem im Norden weiterhin ausgeprägt und führt dort zu steigenden Forderungen für Heu und Stroh. Bundesweit zeichnet sich damit ein uneinheitliches Bild, denn nur Stroh in Großballen wird insgesamt zu höheren Preisen verkauft als noch im Oktober. So legten die Großballen um 1,7 % zu, während HD-Ballen 0,6 % billiger sind. Heu hat sich auf ganzer Linie vergünstigt. Die Abgabepreise ab Hof weisen ein Minus von 1 % auf, Großballen gaben sogar um 3,5 % nach. Maissilage wird demgegenüber teurer. Im Schnitt wurden 34 EUR/t verlangt und so 2,2 % mehr als noch Mitte Oktober.

Behalten Sie jederzeit mit Markt aktuell Futtermittel die Preise im Blick und bestellen Sie Ihr Abonnement im AMI-Webshop.

Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien

Verwandte Analysen
Zahlen und Fakten zum Milchmarkt
Welt | Milch & Milchprodukte | Marktprognose

Zahlen und Fakten zum Milchmarkt

(AMI) – Der Milchmarkt entwickelte sich 2018 auf allen Marktstufen fester als erwartet. Die Preisspitzen des Vorjahres wurden allerdings zumeist nicht wieder erreicht, auch weil die Auswirkungen der Dürre moderater blieben als zunächst befürchtet. Wie geht es 2019 weiter? Wie entwickelt sich das Milchaufkommen? Bleibt europäische Ware am Weltmarkt wettbewerbsfähig? Welche Bedeutung hat die Ausgestaltung des Brexits für den Milchmarkt? Die neue AMI Markt Bilanz Milch 2019 liefert hierzu ausführliche Zahlen und Fakten.

Milchanlieferung weitgehend stabil
Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Milchanlieferung weitgehend stabil

(AMI) – In den zurückliegenden Wochen hat es kaum Veränderungen beim Milchaufkommen in den deutschen Molkereien gegeben. Seit Ende Februar zeigt sich ein recht stabiler Verlauf, wobei das Vorjahresniveau zuletzt wieder unterschritten wurde.

Schlachtschweinepreis unverändert auf 1,73 EUR/kg
Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis unverändert auf 1,73 EUR/kg

(AMI) – Nachdem die Preisempfehlung in den vergangenen Wochen stetig angehoben wurde, präsentiert sich der deutsche Schlachtschweinemarkt nun ausgeglichen. Die angebotenen Mengen bleiben dabei überschaubar, durch den Wegfall zweier Schlachttage durch Ostern hat sich die Nachfrage etwas beruhigt.

Knappes Angebot an Rapsschrot
Deutschland | Schrote | Handel

Knappes Angebot an Rapsschrot

(AMI) – Ölmühlen bieten kaum noch Rapsschrot auf vorderen Positionen an, am Sojaschrotmarkt belastet die Aussicht auf eine gute Ernte in Argentinien.

Auch interessant