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Lebhafte Nachfrage nach US-Soja schmälert Druck auf die Kurse

Lebhafte Nachfrage nach US-Soja schmälert Druck auf die Kurse
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
29.09.2016

Die US-Sojabohnenernte hat bei günstiger Witterung Ende September Fahrt aufgenommen. Die Erträge übertreffen laut ersten Meldungen teils die hohen Erwartungen. Eine zuletzt lebhafte Nachfrage Chinas wirkt dem zunehmenden Erntedruck auf die Notierungen entgegen.

Die Messlatte für die US-Sojabohnenerträge wird immer höher gelegt. Das US-Landwirtschaftsministerium, USDA, schätzte den Durchschnitt Mitte September 2016 schon auf ein Rekordniveau von 34 dt/ha. Obwohl diese Prognose anfänglich als sehr optimistisch eingestuft wurde, scheint sie sich mit fortschreitender Ernte zu bestätigen. Mittlerweile wird sogar eine weitere Aufwärtskorrektur für möglich gehalten. Schon im September 2016 hatte das USDA seine Ertragsschätzung um eine Dezitonne angehoben und damit auf Rekordniveau. Allein mit diesem Durchschnittsertrag könnte sich die US-Erzeugung 2016/17 auf 114,3 Mio. t summieren. Das waren 2,8 Mio. t mehr als im August 2016 vermutet wurden und 7,4 Mio. t mehr als im Rekordjahr 2015/16.

US-Exporte auch auf Rekordkurs
Parallel zur Anhebung der Ernteschätzung hatte das USDA im September 2016 aufgrund der anhaltend lebhaften Nachfrage nach US-Ware die Exportschätzungen deutlich erhöht. Laut Ministerium wurde 2015/16 eine Rekordmenge von rund 52,8 Mio. t ausgeführt, 1,6 Mio. t mehr als im August 2016 vermutet. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 wird dieser Rekord mit geschätzten US-Sojaexporten von 54 Mio. t voraussichtlich gebrochen. Hauptkonkurrent Brasilien führt 2016/17 trotz einer kleiner als erwarteten Erzeugung immer noch eine Rekordmenge von 58 Mio. t aus. Hauptabnehmer bleibt, mit voraussichtlichen Importen von 86 Mio. t, China.

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Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.

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