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Leichte Erholung beim Welthandel mit Milchprodukten

Leichte Erholung beim Welthandel mit Milchprodukten
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
24.01.2017

Die internationale Nachfrage nach Milchprodukten verlief 2016 etwas lebhafter, nachdem der Handel im Jahr 2015 im Zuge der schwächeren Nachfrage Chinas und Russlands sowie zahlreicher erdölexportierender Länder stagniert hatte. Im vergangenen Jahr konnte sich die Situation, auch getragen von den wieder leicht gestiegenen Preisen für Erdöl, stabilisieren.

Von Januar bis November 2016 konnten die zehn größten Exporteure wieder mehr Ware absetzen als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Von den sehr niedrigen Niveaus, die Anfang 2015 zu verzeichnen waren, kam es vor allem bei Butter und Käse zu einer Belebung der Importnachfrage. Beim Vollmilch- und Magermilchpulver wurden die Vorjahresmengen dagegen unterschritten. Bei den bedeutenden Importeuren von Milchprodukten zeigten sich vermehrt Nachfrageanstiege, dies war auch bei den wichtigen Käufern China und Russland der Fall. Insgesamt war 2016 aber festzustellen, dass viele Importeure nach wie vor unter den im Vergleich zu den Vorjahren sehr niedrigen Ölpreisen litten. In erdölexportierenden Ländern wird die Kaufkraft in weiten Teilen über Rohstoffverkäufe generiert, was bei dem vorherrschenden Preisniveau weiterhin zu eingeschränkten Importmöglichkeiten geführt hat.

Dabei konnte sich die EU als führender Exporteur von Molkereiprodukten im Laufe von 2016 behaupten. Mengenmäßig war die Gemeinschaft im Betrachtungszeitraum von Januar bis November beim Exportgeschäft mit Magermilch- und Molkenpulver, Käse, Kondensmilch sowie Kasein und Kaseinaten führend. Bei der Ausfuhr von Vollmilchpulver, Butter und Butteröl sowie Laktose lag sie auf Rang 2.

Experten der FAO erwarten für 2016 einen Anstieg des internationalen Handels mit Milchprodukten um rund 0,4 %. Das wäre zwar nur ein moderates Wachstum. Aber in Kombination mit der im Zuge der niedrigen Milchpreise nahezu weltweit rückläufigen oder zumindest gedämpft verlaufenden Milcherzeugung war dies der Schlüssel für die ab August 2016 einsetzende Erholung der internationalen Preise für Milchprodukte.

Wer sind die wichtigsten Handelspartner für Milch und Milchprodukte am Weltmarkt und wie hat sich der Handel 2016 entwickelt? Das lesen Sie in einer ausführlichen Analyse im Onlinedienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Marktexperten

Herr Andreas Gorn - AMI Experte für Milch und Milchprodukte

Andreas Gorn

Marktanalyst Milch und Milchprodukte


Tel.: (0228) 33805-100
Kontakt: AMI Expertenseite

Intensive Kontakte zu Milcherzeugern, Molkereien und dem Handel. Mitarbeit in Fachgremien, Referent auf Fachveranstaltungen.