Login

Ölschrotmärkte nehmen Fahrt auf

Ölschrotmärkte nehmen Fahrt auf
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
01.02.2017

Sojaschrotpreise folgen schwächeren Notierungen für US-Soja nach unten, dies steigert das Kaufinteresse für Sojaschrot am deutschen Kassamarkt auf vorderen Positionen. Rapsschrot ebenfalls zunehmend gefragter, Preise legen trotz Kursschwäche in Paris deutlich zu.

An den Ölschrotmärkten scheint die Lethargie nach dem Jahreswechsel langsam zu verfliegen. Zeigte sich in der Vorwoche bereits der Markt für Rapsschrot in Deutschland etwas belebter, hat nun auch der Sojaschrotmarkt nachgezogen. Bereits in der vergangenen Woche wurden Umsätze gemacht, doch gerade seit dem Beginn der aktuellen Woche zeigt sich die Nachfrage belebter. Das Kaufinteresse gilt dabei jedoch den vorderen Terminen bis einschließlich April, vor allem aber Februar und März. Termingeschäfte laufen dagegen momentan so gut wie nicht. Das gesteigerte Kaufinteresse für Sojaschrot seit Wochenbeginn ist auch auf die schwächeren Börsennotierungen zurückzuführen, denn die Sojakurse in Chicago rutschten am 30.01.17 deutlich ab – daran orientierten sich die deutschen Kassamarktpreise für Sojaschrot. Am 31.01.17 haben die durchschnittlichen Verkaufspreise für Sojaschrot in beiden Qualitäten gegenüber Vorwoche um 12 EUR/t nachgegeben und lagen damit bei 366 EUR/t für 49er und bei 339 EUR/t für 44er Ware, was in der Folge vermehrt Käufer auf den Plan rief.

Wachsendes Kaufinteresse lässt sich auch für Rapsschrot in Deutschland feststellen, gilt aber ausschließlich Ware der alten Ernte, besonders auf vorderen Positionen, Februar sowie März/April. Die neue Ernte wird dagegen bislang noch so gut wie nicht besprochen. Die Preisentwicklung spiegelt den regeren Marktverlauf wider. Am 31.01.17 wurden die Forderungen für Rapsschrot um 8 EUR/t auf 211 EUR/t angehoben – ein kräftiger Sprung nach oben, bedenkt man, dass sich die Preise zuvor über Wochen hinweg so gut wie nicht bewegt haben.

Sie möchten wissen, wie es an den Ölschrotmärkten weitergeht? Dann ist der Onlinedienst Markt aktuell Ölsaaten genau das Richtige für Sie. Neben tagesaktuellen Preisen der verschiedenen Handelsstufen sind Sie mit der wöchentlichen Marktlage über die wichtigsten Entwicklungen an den Märkten für Ölsaaten, -schrote und Pflanzenöle informiert.

Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

Verwandte Analysen
Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte?
Europa | Schweine | Erzeugung

Gibt es neue Impulse für gesättigte Märkte?

(AMI) – Der Wettbewerbsdruck im Handel mit Schlachtschweinen ist in Deutschland und der EU so groß wie schon lange nicht mehr, die gesamte Wertschöpfungskette steht vor immensen Aufgaben. Eine rückläufige Fleischnachfrage, Schwierigkeiten im Export und nicht zuletzt die Afrikanische Schweinepest belasten den Markt. Anders bei den Schlachtrindern. Rindfleisch steigt in der Gunst der Verbraucher während das Angebot zuletzt mehrfach zurückging. Den dürrebedingt steigenden Futtermittelpreisen zum Trotz konnten die Erzeuger für Schlachttiere teilweise sogar Erlöse über dem Vorjahr erzielen.

Russland gibt sich exportstark
Welt | Getreide | Terminkontrakte

Russland gibt sich exportstark

(AMI) – US-Exporteure hoffen auf Angebotsrückgang in Russland, aber bislang zeichnet sich dies noch nicht ab. Ansonsten steht der USDA-Report im Fokus. Im Vorfeld wurden zuletzt einige Positionen aufgelöst, was Weizen und Mais unter Druck setzt; es bleibt aber ein leichtes Wochenplus.

Preise für Formbutter im November erneut gesunken
Deutschland | Butter | Preise

Preise für Formbutter im November erneut gesunken

(AMI) – Verbraucher können sich im November erneut über günstigere Butterpreise freuen. Schon Anfang Oktober ging es auf der Verbraucherebene mit den Preisen abwärts. Im Lebensmitteleinzelhandel liegt Formware jedoch preislich weiterhin über dem Niveau von November 2017.

Preis für Schlachtschweine erneut stabil
Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Preis für Schlachtschweine erneut stabil

(AMI) – In Deutschland werden Schlachtschweine relativ stetig nachgefragt. Doch die angebotenen Mengen an verfügbaren Tieren fallen meist groß aus. Zusätzlich kommen die Tiere mit eher hohen Gewichten zur Schlachtung.

Auch interessant