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In Paris überwiegt schwache Tendenz

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
28.07.2016

Erneut schlechtere Bewertung der Feldbestände in Frankreich sowie umfangreiche Ertragseinbußen können Weizenkurse nur wenig stützen. Druck aus Übersee belastet. Maisnotierungen ebenfalls mit Verlusten.

In Paris haben die Weizenkurse zuletzt erneut nachgegeben, zum einen durch rückläufige Weizennotierungen in Chicago, zum anderen aufgrund der vermutlich doch besseren Weizenversorgung in Europa als erwartet. Zumindest hat der Prognosedienst der EU-Kommission, MARS seine aktuelle Schätzung der Weichweizenerträge in der EU-28 nahezu unverändert zum Vormonat gelassen, obgleich der aktuellen Probleme in den Haupterzeugungsländern, allen voran Frankreich. In Rumänien und Belgien wird 2016/17 schließlich mit Rekordernten gerechnet, in der Ukraine und Russland werden überdurchschnittliche Ernten prognostiziert. Neben den insgesamt noch positiven Aussichten auf das globale Angebot setzten lebhafte Gewinnmitnahmen die Kurse zu Wochenbeginn unter Druck. Vor diesem Hintergrund konnte die erneut schlechtere Bewertung der Feldbestände von France AgriMer Ende vergangener Woche den Kursrückgang kaum bremsen. Der Fronttermin hat zuletzt gut 3 % an Wert verloren, schloss mit 164 EUR/t aber über Vorwochenlinie.

Die Maisnotierungen zeigten zuletzt ebenfalls nach unten. Der Fronttermin schloss am 27.07.2016 knapp unter 170 EUR/t. MARS schätzt die Aussichten für die EU-Maisernte weiterhin als positiv und hat die Ertragserwartungen gegenüber Vormonatsschätzung leicht angehoben, was auf der fundamentalen Seite für Druck gesorgt hat. Gleichzeitig wiesen die Experten aus Brüssel darauf hin, dass die Maiserträge je nach Witterungsverlauf noch stark beeinflusst werden könnten. Stützend dürfte sich die neue Schätzung der US-Agrarattaché zur Maisernte in der EU-28 auswirken. Mit 62 Mio. t sehen die Experten die Erzeugung nun 1,8 Mio. t unter der USDA-Prognose von Juli 2016.

 

Eine ausführliche Analyse über der Entwicklung der Mais- und Weizenkurse in Paris sowie der Notierungen in Chicago finden Sie hier. Auch die Entwicklungen am deutschen Kassamarkt werden für Sie kommentiert. Die ausführlichen Tabellen bieten einen umfassenden Überblick über die Märkte für Getreide. Sie sind noch kein Kunde? Dann abonnieren Sie am besten gleich den Onlinedienst Markt aktuell Getreide.

Marktexperten

Frau Henriette Diekhaus - AMI Expertin für Agrarrohstoffe

Henriette Diekhaus

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-518
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen