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Preise im Zuge festerer Notierungen weiter gestiegen

Preise im Zuge festerer Notierungen weiter gestiegen
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
12.01.2017

Die Rapspreise profitieren von festen Kursen in Paris. Erzeuger rechnen mit weiterem Anstieg und halten Ware zurück. Die Nachfrage wird indes drängender, franko-Preise über 430 EUR/t.

Die kräftige Entwicklung der Rapskurse an der Paris Börse hat den Anbietern sowohl aus der Landwirtschaft in Deutschland weitere Preissteigerungen in Aussicht gestellt. Da die Notierungen zwischenzeitlich beinahe die Marke von 420 EUR/t knacken konnten, reichen die Preisvorstellungen auf der Angebotsseite am deutschen Rapskassamarkt mittlerweile bis 430 EUR/t. Ob sich ein derartiges Preisniveau aber bewahrheiten wird, ist fraglich, denn aus Australien könnten große Mengen Raps auf den europäischen Markt drücken. Grund ist der erheblich niedrigere kanadische Canola-Preis, der dazu führen könnte, dass sich Australien mit Ware aus Kanada eindeckt und gleichzeitig die eigene Produktion am europäischen Markt an den Mann zu bringen versucht.

Blickt man auf die vergangenen Wochen zurück, so lässt sich festhalten, dass in Deutschland gerade die Erzeuger ihre Preisvorstellungen mit den steigenden Notierungen in Paris immer weiter angehoben haben, während sie ihre Ware durchgehend begrenzt hielten. Dies ist auch weiterhin der Fall, sodass die Ölmühlen in Deutschland zunehmend dringlicher Bedarf anmelden und Ware für Februar und März suchen. Knappes Angebot und steigende Nachfrage schufen so bereits Raum für höhere Preisforderungen. Für Inlandsraps vom Erzeuger lagen die Einkaufspreise frei Lager des Erfassers am 10.01.2017 bei knapp 400 EUR/t und damit 3,50 EUR/t über Vorwoche. Verarbeiter zahlten bis zu 431 EUR/t franko.

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Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

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