Preisvorteil von Rapsschrot bleibt

von AMI-Experte am

Die stabilen Preise der vergangenen Wochen sorgen weiterhin für einen Preisvorteil für Rapsschrot als Mischfutterbestandteil gegenüber Sojaschrot. GVO-freies Sojaschrot kostet trotz aktueller Preisschwäche immer noch deutlich mehr.

Die Raps- und Sojaschrotpreise in Deutschland ab Mühlen haben sich in den vergangenen Wochen wenig bewegt. Seit Anfang Dezember schwanken die Forderungen für Rapsschrot um 197 EUR/t. Damit liegt das Preisniveau gegenüber Vorjahreszeitraum mit einem Plus von 5 EUR/t nur unwesentlich höher. Sojaschrot wurde im Schnitt mit 348 EUR/t bewertet und ist damit 37 EUR/t teurer als vor einem Jahr. Mit den geringen Preisschwankungen verändert sich die Vorzüglichkeit von Raps gegenüber Sojaschrot indes kaum. Der Preisvorteil lag in den vergangenen fünf Wochen bei durchschnittlich 1,86 Euro pro Prozent Protein. GVO-freies Sojaschrot hat seinen Preisabstand zuletzt spürbar abgebaut, die Forderungen sind seit Weihnachten um 3 % zurückgegangen. Damit bleibt Protein daraus aber mit durchschnittlich 9,80 Euro relativ hochpreisig. Die Großhandelspreise für GVO-freies Sojaschrot finden Sie tagesaktuell im AMI Onlinedienst Markt aktuell Futtermittel. Daneben eine tägliche Markteinschätzung sowie die Preise für Rapsschrot und konventionelles Sojaschrot.

Am Ölschrotmarkt verlaufen die Umsätze auch nach dem Jahreswechsel weiterhin in begrenztem Umfang. Allenfalls für kurzfristige Ware gehen Anfragen ein. Der Handel erwartet zumindest für Rapsschrot in den kommenden Wochen zunehmendes Geschäft. Ölschrote werden kurz nach dem Jahreswechsel weiterhin zurückhaltend gehandelt. Insbesondere Sojaschrot ist betroffen, zumal sich die Forderungen zuletzt kräftig nach unten bewegt haben und damit die Hoffnung der Käufer auf einen attraktiveren Kauftermin erhöht. Etwas anders gestaltet sich die Situation am Rapsschrotmarkt. Hier bewegen sich die Preise kaum und das schon seit Wochen. Daher wird nur das nachgefragt, was absehbar auf vorderen Terminen fehlt, das Geschäft auf späteren Liefertermine wird vernachlässigt. Das ist aber für die Zeit kurz nach dem Jahreswechsel durchaus typisch ist. In den kommenden Wochen dürfte die Nachfrage aber wieder an Fahrt aufnehmen, denn die Rohstoffdecke der Mischfutterhersteller weist ab April 2017 noch größere Lücken auf.

Zudem bleibt der Sojaschrotmarkt getrieben von den Wettermärkten in Amerika. Wie sich die Sojakurse in den USA und damit auch die Sojaschrotpreise in Deutschland weiter entwickeln werden, lesen Sie tagesaktuell im Onlinedienst Markt aktuell Ölsaaten

Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


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Kontakt: AMI Expertenseite
Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien