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Prognosen der EU-Rapsernte sinken und sinken..

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
03.08.2016

Die negativen Meldungen aus den EU-Haupterzeugungsländern häufen sich und das aktuell ungünstige Wetter erschwert nun auch den Drusch von Raps und Getreide. Die Kurse in Paris können sich dem Druck von Soja aus Chicago diese Woche zwar nicht entziehen, die Schwäche dürfte im Hinblick auf ein deutlich kleineres EU-Angebot 2016/17 jedoch von kurzer Dauer sein.

In allen Erzeugungsländern der EU-28 läuft die Rapsernte 2016 und von überall gibt es bis dato fast nur negative Meldungen. Starke Verunkrautung, erhöhter Krankheits- und Schädlingsdruck, überschwemmte Felder – die Liste der Probleme ist ungewöhnlich lang und das Ertragspotenzial von Raps hat stark darunter gelitten. Aktuelle Schätzungen der Rapsernte 2016, sowohl für die EU-28 als auch einzelne Erzeugungsländer, stimmen daher in einer Tatsache mindestens überein: Sie wurden gekürzt, teils sogar deutlich. Das Statistikamt des drittgrößten EU-Erzeugungslandes Polen veröffentlichte jüngst seine erste offizielle Ernteschätzung. Darin wird die heimische Erzeugung fast ein Fünftel kleiner als im Vorjahr gesehen. EU-weit wird aktuell ein Rückgang von etwa 5 % prognostiziert.
Die Rapsnotierungen in Paris konnten sich trotz der gehäuften Hiobsbotschaften diese Woche nicht halten. Der neue Fronttermin November 2016 notierte am Dienstag mit 356,50 EUR/t etwa 3,75 EUR/t unter Vorwochenniveau. Druck kam vor allem aus Chicago, wo die Sojakurse einen Satz unten gemacht haben. Aufgrund der Aussichten auf ein deutlich kleineres EU-Angebot sowie eine lebhafte Nachfrage 2016/17 dürfte es an der Börse in Paris allerdings zeitnah eine Aufwärtskorrektur geben.

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Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.