Login

Raps-Anbieter warten auf weitere Preissteigerungen

Raps-Anbieter warten auf weitere Preissteigerungen
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
08.12.2016

Biodieselnachfrage treibt Nachfrage nach Rapssaat am deutschen Kassamarkt, Angebot wird jedoch eher zurückgehalten, da Marktteilnehmer mit weiteren Preissteigerungen rechnen. Geschäfte kommen demzufolge lediglich in überschaubarem Umfang zustande.

An der Börse in Paris sind die Notierungen in den vergangenen Tagen oberhalb der wichtigen Marke von 400 EUR/t, die zuvor lange Zeit nicht nachhaltig übersprungen werden konnte, immer weiter nach oben geklettert. Am 06.12.2016 wurde mit 414 EUR/t das höchste Niveau seit April 2014 erreicht. Dabei profitierten die Rapskurse auch von der Einigung auf Kürzung der Rohölfördermengen durch die OPEC. Auch auf die deutschen Kassamarktpreise sprang die positive Tendenz der Notierungen in Paris über.

Abgeber von Rapssaat in Deutschland können sich festerer Preise erfreuen. Während dies die Abgabefreude des Handels anhob, zeigt die Landwirtschaft kein gesteigertes Interesse, ihre Ware loszuwerden. Das eher begrenzte Angebot wird nach wie vor lieber zurückgehalten. Denn noch scheint kein Ende der Kursbefestigungen in Paris und damit auch nicht der Preissteigerungen am deutschen Kassamarkt in Sicht zu sein. Kurz gesagt, steigen auf der Angebotsseite, zumal zurzeit nicht gerade von Abgabezwang die Rede sein kann, mit den Preisen auch die Erwartungen immer weiter. Viele Marktteilnehmer rechnen mit weitere Preisausschlägen, spätestens ab Mitte Januar 2017. Solange es mit den Preisen ihren Erwartungen entsprechend weiter bergauf geht, werden Abgeber aus der Landwirtschaft ihr Angebot auch weiterhin eher begrenzt halten. Da bräuchte es womöglich schon eine Preisschwäche, um ihnen mehr Ware zu entlocken. Angesichts eines schwachen Euro und festen Rohöls ist diese momentan aber noch nicht in Sicht. Im Osten Deutschlands konnten die Preise für Rapssaat von einer hohen Rapsölnachfrage profitieren. Im Westen sind die Befestigungen weniger deutlich, da sich hier die Versorgungslage dank Importen vergleichsweise höher darstellt. Auf der Nachfrageseite besteht deutliches Kaufinteresse für Rapssaat, da die Biodieselindustrie weiteres Rapsöl anfragt. Denn vor dem Jahreswechsel ist Biodiesel umfangreich gesucht, um das Ziel, die Quote 2016 zu erfüllen, noch erreichen zu können.

Wenn Sie den Rapsmarkt in Deutschland und Europa dauerhaft im Blick behalten wollen, dann ist die Markt Woche Ölsaaten genau das richtige für Sie. Nutzen Sie die Bestellmöglichkeiten im Shop und sichern Sie sich jetzt Zugang zum Expertenwissen.

Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

Verwandte Analysen
Zahlen und Fakten zum Milchmarkt
Welt | Milch & Milchprodukte | Marktprognose

Zahlen und Fakten zum Milchmarkt

(AMI) – Der Milchmarkt entwickelte sich 2018 auf allen Marktstufen fester als erwartet. Die Preisspitzen des Vorjahres wurden allerdings zumeist nicht wieder erreicht, auch weil die Auswirkungen der Dürre moderater blieben als zunächst befürchtet. Wie geht es 2019 weiter? Wie entwickelt sich das Milchaufkommen? Bleibt europäische Ware am Weltmarkt wettbewerbsfähig? Welche Bedeutung hat die Ausgestaltung des Brexits für den Milchmarkt? Die neue AMI Markt Bilanz Milch 2019 liefert hierzu ausführliche Zahlen und Fakten.

Milchanlieferung weitgehend stabil
Deutschland | Rohmilch | Anlieferung

Milchanlieferung weitgehend stabil

(AMI) – In den zurückliegenden Wochen hat es kaum Veränderungen beim Milchaufkommen in den deutschen Molkereien gegeben. Seit Ende Februar zeigt sich ein recht stabiler Verlauf, wobei das Vorjahresniveau zuletzt wieder unterschritten wurde.

Schlachtschweinepreis unverändert auf 1,73 EUR/kg
Deutschland | Schweine | Erzeugerpreise

Schlachtschweinepreis unverändert auf 1,73 EUR/kg

(AMI) – Nachdem die Preisempfehlung in den vergangenen Wochen stetig angehoben wurde, präsentiert sich der deutsche Schlachtschweinemarkt nun ausgeglichen. Die angebotenen Mengen bleiben dabei überschaubar, durch den Wegfall zweier Schlachttage durch Ostern hat sich die Nachfrage etwas beruhigt.

Knappes Angebot an Rapsschrot
Deutschland | Schrote | Handel

Knappes Angebot an Rapsschrot

(AMI) – Ölmühlen bieten kaum noch Rapsschrot auf vorderen Positionen an, am Sojaschrotmarkt belastet die Aussicht auf eine gute Ernte in Argentinien.

Auch interessant