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Raps: Geschäftsbelebung nach Kursbefestigung

Raps: Geschäftsbelebung nach Kursbefestigung
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
13.10.2016

Festere Rapspreise am Kassamarkt zu erzielen, sodass Offerten der Rapsbesitzer zunehmen, Nachfrage geht teilweise mit, da die Ölmühlen von festeren Pflanzenölkursen profitieren.

Am Kassamarkt zeigen sich die Geschäfte nach dem ruhigen Verlauf der vergangenen Woche etwas belebter. Das Geschäft bleibt jedoch übersichtlich, obwohl die Prämien vor allem im Osten Deutschlands gestiegen sind. Franko Hamburg wird Rapssaat für Oktober mit 383 EUR/t bewertet, in Straubing sind es 282 EUR/t und am Niederrhein 388 EUR/t. Franko Magdeburg und franko Hamm werden für November bis Dezember sogar um 390 EUR/t gefordert. So legten die Kurse also zuletzt kräftig zu und näherten sich wieder deutlich der Marke von 390 EUR/t an, was, nach dem knapp gehaltenen Angebot der letzten Wochen, zu mehr Offerten seitens der Rapsbesitzer und auch zu mehr Verkäufen führte. Für November bis Dezember wurden 1-3 Partien gehandelt, denn die Verarbeiter profitieren von den befestigten Pflanzenölkursen. Bereits eine Woche zuvor signalisierten süddeutsche Mühlen vereinzelt Kaufinteresse. Es fehlte jedoch an der nötigen Abgabebereitschaft der Rapsbesitzer, die regelmäßig Preise von mindestens 390 EUR/t, teilweise sogar 400 EUR/t forderten, denen der Kurs aber noch hinterherhinkte, sodass Geschäfte in der Regel nicht zustande kamen. Norddeutsche Mühlen konnten ihren Nachschub währenddessen, dank der Nähe zu Seehäfen, aus EU-Nachbarländern sichern. Anders als die Abgabepreise des Großhandels haben die Erzeugerpreise zuletzt nachgegeben und lagen am 11.10.16 bei 351 EUR/t.

Wie in Frankreich ist die anhaltende Trockenheit auch in Deutschland für den Auflauf der Rapssaat für die Ernte 2017 ein Problem. Die regionalen Niederschläge vom Wochenende konnten da auch nicht viel bewirken – mehr Wasser hätte es gebraucht, um die Lage nachhaltig zu entspannen. Hinzu kommen jetzt rasch fallende Temperaturen, welche die Entwicklung der Pflanzen bremsen.

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Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Junior-Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen