Login

Raps in Paris steigt über Marke von 370 EUR/t

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
10.08.2016

Kräftige Gewinne katapultieren den Fronttermin für Raps in Paris fast auf ein 2-Monatshoch. Auch spätere Termine legten deutlich zu. Auftrieb geben zunehmende schrumpfende Schätzungen der EU-Rapsernte.

Gute Ergebnisse der Rapsernte in den osteuropäischen Anbauländern wie Rumänien und Ungarn, können das immer deutlichere Minus in Westeuropa nicht ausgleichen. Die Erträge wurden witterungsbedingt stark dezimiert und hoher Krankheits- und Schädlingsdruck verursachte teils Totalausfälle. Der Probleme nicht genug, erschweren auch noch häufige Niederschläge in diesem Jahr den Drusch. In den vier größten Rapserzeugungsländern – Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen – werden die Ernteschätzungen vor diesem Hintergrund immer weiter gekürzt. Die Rapskurse in Paris tendieren derweil fest. Der Fronttermin notierte am Dienstag, nach einem Anstieg von fast 15 EUR/t in einer Woche, bei 371,25 EUR/t und damit fast auf einem 2-Monatshoch.

In Frankreich und Deutschland steckt die Ernte in den letzten Zügen, positive Überraschungen sind quasi ausgeschlossen. Aber auch in Großbritannien, wo noch nicht einmal die Hälfte gedroschen wurde, sind die Aussichten schlecht. Die Ernte wird mit etwa 2 Mio. t gut ein Fünftel kleiner als im Vorjahr geschätzt. In Polen könnte sich der Rückgang der Erzeugung auf 2,2 Mio. t sogar auf ein Drittel belaufen – und das ist eine optimistische Einschätzung. Andererseits sind auch die Importmöglichkeiten für die EU-28 in 2016/17 wohl kleiner als vermutet. So soll unter anderem das Exportangebot der Ukraine deutlich zurückgehen.

Ungünstige Vegetationsbedingungen sowie kräftige Unwetter im Mai und Juni 2016 haben die pflanzliche Erzeugung Frankreichs wohl am härtesten von den Haupterzeugungsländern in der EU-28 getroffen. Lesen Sie in unserem Ölsaaten Onlinemonitor, wie die vorläufigen Ernteschätzungen für Ölsaaten und Leguminosen sind und wie sich die Preise derzeit entwickeln. Sie sind noch kein Kunde? Dann sichern Sie sich am besten gleich Ihren Zugang zum AMI Markt aktuell Ölsaaten.

Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.

Verwandte Analysen
Gerstenernte so gut wie gelaufen – jetzt geht es in den Weizen
Deutschland | Getreide | Ernte

Gerstenernte so gut wie gelaufen – jetzt geht es in den Weizen

(AMI) – Die Gerstenernte lieferte erfreuliche Ergebnisse, aber die Hoffnung auf eine ebenso positive Überraschung wird sich beim Weizen wohl nicht erfüllen. Die Weizenernte 2019 steht in den Startlöchern, gespannt wird auf die Ergebnisse gewartet, denn die Vegetationsbedingungen waren bis zum Ende nicht besonders gut, so dass im Juli die Schätzungen sogar noch einmal zurückgenommen wurden.

Gerstenernte so gut wie gelaufen – jetzt geht es in den Weizen
Deutschland | Futtergetreide | Marktversorgung

Gerstenernte so gut wie gelaufen – jetzt geht es in den Weizen

(AMI) – Die Gerstenernte lieferte erfreuliche Ergebnisse, aber die Hoffnung auf eine ebenso positive Überraschung wird sich beim Weizen wohl nicht erfüllen.

Marktvorschau 2019: Schwächere Erzeugerpreise und wenig Spielraum für eine Erholung
Deutschland | Milch & Milchprodukte | Preise

Marktvorschau 2019: Schwächere Erzeugerpreise und wenig Spielraum für eine Erholung

(AMI) – Bei uneinheitlichen Entwicklungen an den Produktmärkten ging die Gesamtverwertung der Molkereien beim Rohstoff Milch zurück. Dies hatte im ersten Halbjahr 2019 Rücknahmen bei den Erzeugerpreisen zur Folge.

Leichte Preiskorrekturen bei Blockbutter
Deutschland | Butter | Nachfrage

Leichte Preiskorrekturen bei Blockbutter

(AMI) – Der Blockbuttermarkt war Mitte Juli nach wie vor von einer abwartenden Haltung und einer ruhigen Nachfrage geprägt. Vereinzelt kamen jedoch Abschlüsse am Binnenmarkt zustande. Der kurzfristige Bedarf war weitgehend gedeckt und die Anfragen bezogen sich größtenteils auf langfristige Liefertermine. Die Preise wurden im Zuge dessen erneut leicht nach unten korrigiert. Das Drittlandsgeschäft blieb insgesamt hinter den Erwartungen zurück.

Auch interessant