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Raps von schlechten Ernteaussichten angeheizt

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
21.07.2016

Rapskurse in Paris können sich Druck aus Übersee diese Woche widersetzen. Erwarteter Angebotsrückgang 2016/17 in der EU und schleppender Fortschritt der Ernte geben Auftrieb. Frankreichs Erzeugung verfehlt langfristigen Durchschnitt wohl deutlich.

Raps in Paris konnte sich dem Druck der Rapsnotierungen in Winnipeg und von Soja in Chicago zwar nicht ganz entziehen, mittlerweile setzt sich aber zunehmend feste Tendenz durch. Der Fronttermin schloss zuletzt deutlich über Vorwochenniveau. Eine Stütze bietet den Notierungen eine weiterhin eher schlecht und schleppend vorangehende EU-Ernte. So verfehlen die bisherigen Erträge wohl teils deutlich das Vorjahresniveau, und für den weiteren Verlauf wird nicht zwangsläufig mit einer spürbaren Verbesserung gerechnet.
Zahlreiche Analysten haben ihre Ertragsschätzungen nach unten korrigiert, wie zum Beispiel der Deutsche Raiffeisenverband in Deutschland oder FranceAgriMer in Frankreich. Repräsentative Ergebnisse aus den Anbauregionen gibt es bis dato noch nicht. Das die Versorgung 2016/17 knapper werden könnte als vermutet, diesbezüglich sind sich die Experten in ihren Prognosen weitgehend einig. Da wird ein umfangreiches Angebot aus Kanada vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und die Importkonkurrenz wohl groß sein.

Der Preisspielraum für Raps ist aufgrund der rückläufigen Erzeugung, sowohl EU- als auch weltweit, 2016/17 nach oben geöffnet. Verfolgen Sie die Entwicklung der Ernten und Preise tagesaktuell im Onlinemonitor Markt aktuell Ölsaaten. Sie sind bereits Kunde? Dann finden Sie die neuesten Fakten und Trends direkt hier.

Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.

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