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Rapsöl verteuert sich weiter

Rapsöl verteuert sich weiter
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
14.12.2016

Raps- und Sojaöl anhaltend fest, rückläufige Terminkurse wurden am Kassamarkt vom schwachen Euro kompensiert, die Nachfrage ist spürbar zurückgegangen.

(AMI) – Die Pflanzenölpreise haben sich auf dem hohen Niveau weiter befestigt, kurzzeitige Schwäche der Terminkurse wurde hierzulande ausgeglichen vom schwachen Eurokurs, so dass es am Kassamarkt nur geringfügige Preisbewegungen nach unten gab. Diese Momente wurden von den Käufern ausgenutzt, um sich mit Ware einzudecken. Allerdings wird es immer ruhiger. Vereinzelt werden noch Kleinstpartien auf den passenden Paritäten für Lieferung im Januar 2017 gehandelt, aber für 2016 sind die Bücher geschlossen. Auch auf den späteren Lieferterminen hat sich die Nachfrage spürbar beruhigt. Das Hin und Her der Pflanzenölkurse und der Währungen hat das Interesse gebremst.

Die Terminkurse zeigten zwischenzeitlich Schwäche. So wurden die Palmölkurse von der gesunkenen Exportnachfrage belastet. Die Sojaölnotierungen in den USA hatten am Dienstag ein 2-Wochen-Tief erreicht. Zum einen wurde die vom Landwirtschaftsministerium erwartet höhere Verbrauchsmenge für die Biodieselproduktion in der genannten Höhe von den Marktteilnehmern in Zweifel gezogen, zum anderen gab es umfangreiche Gewinnmitnahmen, die belasteten. Der Sojakomplex hatte insgesamt unter der erhöhten USDA-Versorgungsschätzung am 09.12.2016 an Boden verloren und das obwohl die Schätzung für Sojaöl knapper ausfiel als zuvor. Während in der Produktionsstatistik die Schätzungen für die EU-28 und Indien erhöht wurden, blieben die 10,1 Mio.t für die USA unverändert. Demge-genüber wurde der Verbrauch in den USA erneut höher eingestuft und liegt nun bei 9,3 Mio. t für 2016/17. Damit schrumpfen in den USA die Bestände auf 704.00 t und so 8 % unter Vorjahresniveau. Weltweit werden die Vorräte sogar um 10 % schrumpfen.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien