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Rapspreise nach Befestigung wieder schwächer

Rapspreise nach Befestigung wieder schwächer
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
27.10.2016

Die festen Notierungen in Paris zogen die Kassapreise weiter mit nach oben. Mittlerweile kühlt sich der Markt jedoch ab; die Nachfrage der Verarbeiter und der Mühlen scheint bis Jahresende gedeckt, sodass mit neuen, entscheidenden Impulsen erst wieder im neuen Jahr zu rechnen ist.

In Paris profitierten die Rapskurse zwischenzeitlich von der hohen Nachfrage nach Biodiesel und näherten sich der Marke von 400 EUR/t weiter an. Für Februar 2017 verfehlten sie dieses Niveau sogar nur sehr knapp. Von den vorübergehenden Kursgewinnen konnten auch die Rapspreise am Kassamarkt in Deutschland profitieren. Sie zogen mit, schafften im bundesweiten Durchschnitt bislang jedoch nicht den Sprung auf oder über 400 EUR/t und bleiben nach wie vor mit deutlichem Abstand hinter den Notierungsergebnissen in Paris zurück. Davon, dass sie besagten Sprung bis zum Jahresende überhaupt noch schaffen werden, ist nicht auszugehen. Denn die Lage am Rapskassamarkt hat sich aktuell wieder etwas abgekühlt – die Nachfrage geht zurück, da sich die Verarbeiter in den vergangenen Tagen umfangreich mit Ware eingedeckt haben. Auch die Mühlen dürften bis Jahresende als Käufer wieder eher in den Hintergrund treten. Für weitere Preisbefestigungen fehlt es damit an Impulsen. Aus Hamburg wurden zwar zwischenzeitlich Preise von 400 EUR/t im Fronttermin gemeldet, zuletzt waren es aber nur noch 398 EUR/t. Im Bundesdurchschnitt liegt das Preisniveau trotz einer weiteren Befestigung allerdings gerade einmal bei 376 EUR/t – zu wenig, um den Landwirten ihre Ware zu entlocken. Dafür bräuchte es, dem Vernehmen nach, schon Preise an oder über der 400 EUR-Marke. Möglicherweise entspannt sich diese Situation erst mit dem Jahreswechsel, obwohl auch schon für die Monate Januar bis März von einer Deckung von bis zu 75 % gesprochen wird. Möglicherweise wird es dann sogar erst ab April 2017 neue, entscheidende Nachfrageimpulse geben, die Spielraum für höhere Preisforderungen schaffen.

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Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Junior-Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen