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Schlachtschweinepreise auf 1,72 EUR/kg erhöht

Schlachtschweinepreise auf 1,72 EUR/kg erhöht
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
14.09.2016

Die im Verhältnis zur Nachfrage gefühlte Knappheit an schlachtreifen Schweinen dominiert das Preisgeschehen. Das Angebot wird oftmals von der Nachfrage der Schlachtereien übertroffen. Der Handel mit Schlachtschweinen verläuft ausgesprochen flott, wodurch die Einsender höhere Preise fordern.

Aufgrund der Sommerwitterung in den vergangenen Wochen konnte das Preisniveau für Nacken - entgegen dem jahreszeittypischen Verlauf - regional gehalten werden. In andern Regionen mussten aber auch Preiszugeständnisse gemacht werden. Wegen einer regen Nachfrage nach Bäuchen sind die Preise dafür stetig nach oben geklettert. Hiesige Fleischverarbeiter bezeichnen die derzeitig hohen Kurse für Bäuche infolge des Nachfragesogs aus Asien als überteuert. Einen starken Wettbewerb um die Gunst der Kunden gibt es bei den edlen Fleischteilen vom Schwein, bei Schinken und Lachsen. Hier decken die Erlösmöglichkeiten aus Sicht der industriellen Schlachter und Zerleger nicht die Herstellungskosten. Alles in allem hat sich die sehr angespannte Schieflage der Wirtschaftlichkeit in der Schlacht- und Zerlegebranche nicht verbessert. Erste Unternehmen haben angekündigt, die Schlachtungen in der kommenden Woche spürbar zu kürzen, sofern die Absatzmöglichkeiten nicht den Erwartungen entsprechen.

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Marktexperten

Herr Matthias Kohlmüller - AMI Experte für Fleischwirtschaft

Matthias Kohlmüller

Marktanalyst Fleischwirtschaft


Tel.: (030) 8109597-12
Kontakt: AMI Expertenseite

Intensive Kontakte zu europäischen Organisationen (IMPA Meeting) und Mitglied im EU-Prognoseausschuss, Mitarbeit in Fachgremien und im Bundesmarktverband. Referent auf nationalen und internationalen Veranstaltungen.

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