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Schrotnachfrage noch nicht wieder belebt

Schrotnachfrage noch nicht wieder belebt
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
04.01.2017

Die Ölschrotgeschäfte verlaufen nach dem Jahreswechsel weiterhin in begrenztem Umfang, es gehen nach wie vor kaum Anfragen ein, allenfalls für kurzfristige Ware. Zumindest das Rapsschrotgeschäft könnte in den kommenden Wochen aber Fahrt aufnehmen.

Ölschrote werden kurz nach dem Jahreswechsel weiterhin zurückhaltend gehandelt. Insbesondere Sojaschrot ist betroffen, was sich auch an den durchschnittlichen Verkaufspreisen der Ölmühlen in Deutschland zeigt. Binnen einer Woche sind diese um 8 EUR/t für 49er Ware und um 9 EUR/t für 44er Ware zurückgegangen. Das Kaufinteresse für Sojaschrot ist derzeit immer noch gering und bis jetzt deutet sich noch keine Trendwende an.

Etwas anders gestaltet sich die Situation am Rapsschrotmarkt. Angebotsseitig suchen einige Paritäten immer noch Käufer. Physische Ware wird weiterhin wenig bewegt, dafür läuft aber zumindest am Niederrhein das Papiergeschäft derzeit rege zu stabilen Preisen. Aus dem Konsum kommt bislang noch wenig Kaufinteresse, das wenn überhaupt der vorderen günstigeren Ware gilt, was aber für die Zeit kurz nach dem Jahreswechsel durchaus typisch ist. In den kommenden Wochen dürfte die Nachfrage dann aber Fahrt aufnehmen. Ansonsten steht momentan vor allem die Logistik und weniger das Neugeschäft im Vordergrund. Da der Rhein derzeit Niedrigwasser führt, kann es hier und da zu Lieferverzögerungen kommen.

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Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen

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