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Sojakurse unter Druck

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
25.05.2016

Die Sojanotierungen in Chicago haben im Wochenverlauf deutlich nachgegeben. Eine zügige US-Aussaat, Gewinnmitnahmen sowie kurzzeitig schwache Sojaschrot- und Rohölkurse belasten. Verstärkt wird der Druck von einer geringen Nachfrage nach US-Ware im Zuge eines festen US-Dollar.

Eine überdurchschnittlich schnelle Sojabohnenaussaat in den USA und schleppende Exporte setzen die US-Sojabohnenkurse in Chicago unter Druck. Ein fester US-Dollar und die große Konkurrenz aus Südamerika schmälern die Nachfrage nach US-Ware. Damit die Schätzung der Gesamtausfuhren 2015/16 erreicht wird, müssten die wöchentlichen Ausfuhren gut dreimal so hoch sein wie zuletzt. Hauptimporteur China ordert zwar weiterhin in den USA, der Fokus der Käufer richtet sich allerdings zunehmend auf Südamerika. Die Sojabohnennotierungen haben so im Wochenverlauf deutlich nachgegeben. Der Fronttermin schloss jüngst rund 2 % unter Vorwochenniveau.

US-Sojaaussaat läuft sehr flott
Die diesjährige Sojaaussaat in den USA geht weiterhin überdurchschnittlich schnell voran. Zwar kam die Aussaat im vergangenen Jahr genauso flott voran, dass langjährige Mittel wird jedoch immer noch übertroffen. Von den bis dato gedrillten Flächen ist bereits gut ein Fünftel aufgelaufen.
Die noch laufende Sojaernte in Argentinien geht derweil ebenfalls zügig voran, hinkt dem Vorjahresverlauf aber weiterhin deutlich hinterher. Die Erträge sind nach Angaben der Getreidebörse in Rosario derweil rückläufig. Trotzdem belassen die Experten in Rosario, wie auch andere Analysten, ihre Ernteschätzung für Argentinien unverändert.

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Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.

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