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Sojakurse erholen sich nach Kursrutsch

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
27.04.2016

Ungünstige Witterungsbedingungen in Südamerika und anhaltend rege Nachfrage aus China und neuerdings auch aus Ägypten, lassen Sojakurse fester schließen. Fronttermin steigt über die Marke von 10 US-Dollar je Bushel. Festere Rohölkurse und ein schwacher US-Dollar treiben zusätzlich.

Nach dem deutlichen Kursrutsch am Ende der vergangenen Woche haben sich die Sojakurse in Chicago in der Zwischenzeit wieder gefangen. Die Notierungen erreichten am vergangenen Donnerstag ein 9-Monatshoch, was Anleger nutzten um Gewinn mitzunehmen und damit einen Kursrutsch von über 3 % innerhalb eines Tages auslösten. Weitere Impulse kommen aktuell von den festen Rohölkursen und der anhaltend regen Nachfrage aus China.
Diese Woche profitieren die Sojanotierungen weiterhin von den ungünstigen Witterungsbedingungen in Südamerika. Neben Argentinien meldet auch Uruguay Ernteverzögerungen und Verluste. Zwar bessert sich das Wetter langsam, dennoch könnte es neben deutlichen Qualitätseinbußen zu erheblichen Verluste von 3-10 Mio. t in Argentinien kommen. Desweiteren sind die Transportwege erheblich beeinträchtigt und eine reibungslose Logistik erst nach dem Rückgang der Überschwemmungen möglich.
In den USA ist es ebenfalls zu nass und zu kalt. Die gerade erst begonnene Aussaat verläuft noch ohne Probleme. Gleichzeitig sorgen der schwächere US-Dollar und ein stabiler Real für verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von US-Bohnen am Weltmarkt.

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Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.

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