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Sojaölpreise rutschen ab

Sojaölpreise rutschen ab
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
25.01.2017

Die durchweg rückläufigen Kurse und der gleichzeitig feste Eurokurs haben die Forderungen für Soja- und Palmöl auf Talfahrt geschickt. Sie verloren gegenüber Vorwoche bis zu 30 EUR/t. Demgegenüber können sich Raps- und Sonnenblumenöl halten.

Den größten Einfluss auf die Pflanzenölpreise hatte in den vergangenen Tagen der Eurokurs, der mit Amtsantritt des neuen US-Präsidenten und seinen Ankündigungen für mehr Handelsbarrieren den Dollar auf Talfahrt schickte. Der Euro legte in nur sechs Tagen rund 1,5 % an Wert zu und notierte am 23.01.2017 erstmals seit gute einem Monat wieder über 1,07 USD. Die Abgabepreise für Rapsöl haben sich in den Niederlanden gegenüber Vorwoche leicht erhöht. Neben den sehr festen Rohstoffkursen ist es auch die knappe Versorgung, die stützt. So ist Ware zur Lieferung im Januar 2017 nicht mehr verfügbar. Februarlieferungen werden mit 865 EUR/t rund 5 EUR/t fester bewertet als zuvor, und erzielen seit kurzem damit einen leichten Aufschlag von 2 EUR/t gegenüber den Liefermonaten März und April 2017. Diese und die Folgemonate haben sich gegenüber Vorwoche um 2 EUR/t verteuert. Umsätze mit Rapsöl sind überschaubar, aber Tage mit schwächerer Tendenz werden für Kontrakte genutzt, diese reichen aber nicht über die Termine Mai/Juli 2017 hinaus.

Auch Sojaöl wird etwas reger gehandelt, da die Forderungen mit dem schwachen Dollar deutlich zurückgegangen sind. Zudem tendierten die Sojaölkurse in Chicago schwächer. Fob Niederlande wird Sojaöl mit 810 EUR/t zur Lieferung im Januar 2017 bewertet und so 35 EUR/t weniger als noch vor einer Woche. Der Preisabstand zu den späteren Lieferterminen hat sich nicht verändert. März-Ware kostet 20 EUR/t weniger April-Ware 30 EUR/t.

Die Palmölnotierungen in Kula Lumpur bewegten sich im Vergleich zur Vorwoche leicht nach oben, das kann von den Kassapreisen nicht gesagt werden. Auch hier drückt der feste Euro die Preise, die mit 769 EUR/t für Februar-Ware aber dennoch auf einem relativ hohen Niveau verbleiben. Das sind 6 EUR/t weniger als vor einer Woche. Im Vergleich dazu wird für zertifiziertes Palmölraffinat 876 EUR/t verlangt. Das sind sogar 10 EUR/t weniger als zuvor. Dennoch gibt es kaum Nachfrage, abgesehen von kleineren Umsätzen für den Lebensmittelbereich. Biokraftstoffherstellern ist diese Ware zu teuer, kostet doch selbst „Sommerware“ nur 60 EUR/t weniger als Rapsölraffinat zur Lieferung ab August 2017.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien