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Steigende Sojaschrotpreise können Nachfrage nicht beleben

Steigende Sojaschrotpreise können Nachfrage nicht beleben
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
18.01.2017

An den Ölschrotmärkten gibt es weiterhin keine Überraschungen, das Neugeschäft zeigt sich verhalten, lediglich die Preise zogen an. Grund waren die steigenden Börsenkurse.

Am deutschen Markt für Sojaschrot geht es nach wie vor ruhig zu. Zwar konnten sich die Preise in den vergangenen Tagen deutlich befestigen. Sie wurden am 18.01.2017 am fünften Tag in Folge angehoben und lagen zuletzt bei 350 EUR/t für 44er Sojaschrot fob Werk. Damit hat sich Sojaschrot innerhalb einer Woche um 18 EUR/t verteuert. Dies ist jedoch keineswegs ein Indiz für eine Belebung der Umsätze am deutschen Kassamarkt, sondern einzig das Ergebnis der festen Notierungen für US-Sojabohnen in Chicago. Die Preise sind, bei ausreichender Verfügbarkeit von Ware also nicht das Ergebnis zunehmender Umsätze. Im Gegenteil, das hohe Preisniveau schreckt potentielle Käufer noch weiter ab. Ist der Bedarf nicht drängend, warten sie lieber ab und zögern Käufe möglichst hinaus. So zeigt sich der Markt dann zurzeit umso deutlicher geprägt von kurzfristigen Anfragen für sofortige Ware in geringen Mengen. Das Warten auf eine Belebung der Geschäfte dauert somit weiter an.

Auch die Rapsschrotpreise kamen in den vergangenen Tagen etwas in Bewegung, doch auch hier verlaufen die Geschäfte ruhig, umgesetzt wird wenig. Mischfutterhersteller konzentrieren ihre Nachfrage auf die vorderen Positionen, während spätere Termine (Mai bis Juli) derzeit noch so gut wie gar nicht besprochen werden. Gegenüber Vorwoche zogen die Forderungen in Anlehnung an die steigenden Rapskurse auf 205 EUR/t an und lagen so 8 EUR/t über Vorwochenlinie. Damit wurde erstmals seit August 2016 wieder die Linie von 200 EUR/t überschritten. Geradezu sprunghaft gestiegen sind indes die Forderungen für importiertes GVO-freies Sojaschrot mit hohem Proteingehalt. Mit 560 EUR/t fob Brake für Brazil-Ware wurden nicht nur 5 EUR/t mehr als am Vortag, sondern auch 33 EUR/t mehr als in der Vorwoche genannt.

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Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Junior-Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen