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Steigende Zuckerproduktion 2017/18 erwartet

Steigende Zuckerproduktion 2017/18 erwartet
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
01.09.2017

(AMI) – Das Auslaufen der EU-Zuckerquote dürfte in den Mitgliedsländern zu Produktionsanstiegen führen, auch in Deutschland. Denn hier haben Landwirte mit einer deutlichen Anbauflächenausdehnung reagiert.

Zur Ernte 2017 werden in Deutschland auf einer Fläche von avisiert 385.000 ha Zuckerrüben stehen. Von dieser Fläche dürften laut Wirtschaftlicher Vereinigung Zucker (WVZ) geschätzte 31,5 Mio. t Rüben geborgen werden, die dann in den Fabriken zu einer Gesamtmenge von fast 5 Mio. t Zucker verarbeitet werden. Diese Menge entspräche einem Anstieg von rund 23 % gegenüber dem Vorjahr. Die Prognose ist allerdings noch nicht in Stein gemeißelt, denn noch können Witterungseinflüsse das Ernteergebnis verändern. Hintergrund der Flächenausdehnung und des damit einhergehenden Ernteanstiegs für Zuckerrüben in Deutschland ist die zum 1. Oktober 2017 auslaufende Quotenregelung. Dadurch kann Importware künftig durch heimischen Zucker ersetzt werden. Zudem ermöglicht die Neuregelung eine Steigerung der EU-Zuckerexporte. Beides sind Gründe für den Ausbau der deutschen Zuckerproduktion.

In Niedersachsen werden die Landwirte Anfang September mit der Zuckerrübenernte starten. Doch es herrscht Unsicherheit. Ein kalter April hatte das Rübenwachstum in diesem Jahr verzögert, den Rückstand hatten die Rüben dann aber bereits im Frühjahr wieder aufgeholt, so die Einschätzung des Dachverbandes Norddeutsche Zuckerrübenanbauer (DNZ). Als problematisch werden mittlerweile eher die reichlichen Niederschläge gesehen, die Ende Juli fielen und für eine Wassersättigung der meisten Böden sorgten. Jetzt, kurz vor der Ernte, wäre Sonnenschein dringend notwendig – einerseits, damit die anstehenden Erntearbeiten planmäßig durchgeführt werden können, andererseits, damit die Rüben auf ausreichende Zuckergehalte kommen.

Die starken Regenfälle haben in Niedersachsen vielerorts zu Wachstumsverzögerungen geführt. Vereinzelt, dort wo es besonders viel geregnet hat und die Böden schwer sind, haben die kräftigen Niederschläge die Feldbestände sogar überflutet. Über mehrere Tage im Nassen stehende Rüben sind von Fäulnis bedroht – Ernteausfälle sind möglich.

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Marktexperten

Herr Steffen Kemper - AMI Experte für Agrarrohstoffe

Steffen Kemper

Junior-Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-517
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen