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Trockenheit in Brasilien heizt Nachfrage nach deutschem Schweinefleisch an

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
20.06.2016

An den internationalen Märkten sorgten die Spekulationen über die Maisernten in Südamerika und über die kommende US-Maisernte für kräftige Aufwärtsbewegung. Seit Anfang April 2016 legte der alterntige Fronttermin in Chicago um knapp ein Viertel zu und erreichte Mitte Juni 4,37 USD per Bushel, umgerechnet 153 EUR/t, ein Niveau wie zuletzt vor 2 Jahren. Auslöser für den starken Auftrieb war vor allem die ungünstig verlaufende Ernte von „Wintermais“ in Brasilien.

An den internationalen Märkten sorgten die Spekulationen über die Maisernten in Südamerika und über die kommende US-Maisernte für kräftige Aufwärtsbewegung. Seit Anfang April 2016 legte der alterntige Fronttermin in Chicago um knapp ein Viertel zu und erreichten zuletzt mit 4,37 USD per Bushel, umgerechnet 153 EUR/t, ein Niveau wie zuletzt vor 2 Jahren. Auslöser für den starken Auftrieb war vor allem die ungünstig verlaufende Ernte von „Wintermais“ in Brasilien. Trockenheit hat die Erträge spürbar beeinträchtigt. Nachdem anfänglich noch von 53 Mio. t Safriñha-Mais ausgegangen wurden, sollen es aktuell nicht einmal mehr 50 Mio. t werden, mit Tendenz nach unten. Zusätzlich wurden rund 27,5 Mio. t Mais als Hauptfrucht im brasilianischen Sommer geerntet. Und die wurde bislang zum größten Teil bereits vermarktet und auch vom Winternais wird viel über Kontrakte in den Export gehen. Geschätzt werden insgesamt 27 Mio. t. Bei einem Inlandsverbrauch von rund 56 Mio. t werden daher erstmals seit 7 Jahren wider umfangreiche Importe notwendig. Vor allem in der Zeit zwischen den Ernten sieht es für die Geflügel- und Schweinebranche schlecht aus. Immerhin ist Brasilien weltgrößter Exporteur von Geflügelfleisch und viertgrößter für Schweinefleisch. Hier hat die Verteuerung der inländischen Maispreise um 27 % bereits für Standortschließungen und Konkurse gesorgt. Und das obwohl die Regierung Ende April 2016 die bestehende Importsteuer für Länder außerhalb des Mercosur-Handelsblocks in Höhe von 10 % ausgesetzt hat. Ein Rückgang der Lieferungen aus dem südamerikanischen Land dürfte allerdings Marktlücken für andere Exportnationen schaffen. So schaut sich China beispielsweise derzeit verstärkt in Deutschland und Dänemark nach Schweinefleisch um.

Ob sich das geringere Angebot in Brasilien und die damit größere Nachfrage am Weltmarkt auch in den kommenden Wochen weiter für Preiswirkung sorgen wird, lesen Sie im Onlinedienst Markt aktuell Getreide. Antworten zu den Fragen über die Schweinepreise finden Sie im Markt aktuell Vieh und Fleisch. Sie sind noch kein Kunde und möchten ein Markt aktuell kennenlernen, dann bestellen Sie hier Ihr Abonnement. 

Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien