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Trotz schwankender Preise Agrarrohstoffindex im Juni stabil

Trotz schwankender Preise Agrarrohstoffindex im Juni stabil
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
28.06.2019

(AMI) – Mit knapp über 134 Punkten schließt der deutsche Agrarrohstoffindex im Juni nahezu unverändert mit einem Plus von 0,3 % gegenüber Vormonat, übertrifft jedoch das Niveau des Vorjahres um 5,7 %. Trotz widriger Witterungsbedingungen beim Getreide und saisonal bedingtem Nachfragerückgang nach Milchprodukten stagnierten die Preise. Der erwartete Preisanstieg am Fleischmarkt blieb zudem aus.

Der Getreidemarkt war im Juni geprägt von stark schwankenden Preisen. Auslöser dafür gab das Wetter sowohl in Europa und Kanada, aber vor allem in den USA. Während es in der alten Welt und in Kanada zu trocken ist, wurde der Mittlere Westen der USA wochenlang von Regen geplagt. Das verhinderte nicht nur massiv die Maisaussaat, sondern wird wohl auch die Qualität des Weizens beeinträchtigen. Die Getreidekurse reagierten mit kräftigem Auftrieb und ließen hierzulande die Preise ex Ernte 2019 steigen. Auch die Preise für Getreide der Ernte 2018 zogen an, konnten den Verkauf aber nur sporadisch beleben.

Die Butterpreise gehen bei ausreichendem Angebot und abwartendem Neugeschäft weiter zurück. Auch bei Milchpulver haben die Preise, im Zuge einer beruhigten Nachfrage, ihren Zenit überschritten und es kam zu ersten Korrekturen nach unten. Gleichzeitig können die Hersteller von Schnittkäse, trotz reger Nachfrage und eher unterdurchschnittlichen Beständen, kaum Preisanhebungen realisieren. Das dämpft die Auszahlungsleistungen der Molkereien, je nach Produktportfolio stehen weitere Rücknahmen an. Im Bundesmittel werden die Erzeugerpreise im Juni dadurch wohl nochmals leicht zurückgehen.

Im Juni bereitete der Absatz von Schweinefleisch fortgesetzt Probleme, trotz des kleinen Angebotes an Schlachtschweinen blieben die Preise überwiegend stabil. Die Preise für Schlachtrinder entwickelten sich in den vergangenen Wochen uneinheitlich. Einerseits ist die Nachfrage jahreszeittypisch verhalten, andererseits ist das Angebot fast durchweg klein.

Natürlich informiert – Preisindex sorgt für mehr Transparenz

Die AMI hat den Index für die Preisentwicklung bei den wichtigsten Agrar- und Nahrungsmittelrohstoffen in Deutschland entwickelt, um für mehr Transparenz an den landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten zu sorgen. Dieser Index umfasst die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte und ist dadurch ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Dynamik in der deutschen Landwirtschaft. Der Index wird monatlich veröffentlicht.

Möchten Sie mehr wissen? – Dann nutzen Sie unseren Online-Dienst Markt aktuell Agribusiness, der Ihnen eine aktuelle Analyse mit allen Daten der Teil-Indizes zu Getreide/Ölsaaten, Fleisch und Rohmilch liefert.

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