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Üppige Versorgung belastet US-Weizen

Üppige Versorgung belastet US-Weizen
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
08.12.2016

Üppige Weizenernten in Kanada und Australien drücken Weizenkurse. Sorge vor zu kalter Witterung in den USA kann den Kurs nicht stützen. Mais profitiert von reger Nachfrage und Trockenheit in Argentinien.

Die Weizennotierung in Chicago machte zum Ende der vergangenen Woche einen kräftigen Sprung und schloss am Freitagabend mehr als 4 % im Fronttermin über dem Vortagskurs. Das anhaltend kalte Wetter in den USA könnte die kommende US-Ernte deutlich beeinträchtigen. Gedeckelt wurde Kursentwicklung jedoch bereits schon zu Beginn dieser Woche als sich abzeichnete, dass die australische Weizenernte einen neuen Rekord erreichen könnte. Auch in Kanada zeichnet sich eine umfangreiche Weizenerzeugung für 2016 ab, was für weitere bärische Signale am Markt führte und die Notierung im gestrigen Fronttermin wieder schwächer schließen ließ. Auf Wochensicht verliert US-Weizen 0,3 %. Der anhaltend feste Sojakomplex sorgt weiterhin für eine hohe Shortquote bei Weizen. Die üppige globale Versorgungslage dürfte auch wei-terhin den Preisspielraum nach oben begrenzen.

Die US-Maisnotierung profitierte in der vergangenen Woche von robusten Exportzahlen und anhaltenden Spekulationen über eine Senkung der chinesischen Importsteuer, was die Nachfrage nach US-Mais weiter anfachen würde. Weiter Impulse gingen von der zu trocknen Witterung in Argentinien aus. Experten rechnen bei anhaltender Trockenheit mit Reduzierung der Ertragserwartungen und der Maisanbaufläche für die laufende Saison. Seit vergangenem Donnerstag konnte die Notierung kräftig zulegen und schloss im gestrigen Fronttermin knapp 4 % fester.

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Marktexperten

Sebastian Kaltenecker

Junior-Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-516
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen