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Ungünstige Witterung im Frühsommer dezimiert Rapserträge

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
19.07.2016

Die Auswirkungen der zahlreichen Unwetter und kräftigen Niederschläge in Europa Anfang Juni 2016 sind wohl nicht ohne Folgen für Raps geblieben. Trotz nahezu unveränderter EU-Anbaufläche könnte in diesem Jahr deutlich weniger geerntet werden als im Vorjahr. Vor allem die Bestände im Haupterzeugungsland Frankreich wurden hart getroffen. Aber auch in Deutschland kommt wohl nicht so viel zusammen wie vermutet.

Angelaufen ist die Rapsernte in Deutschland Mitte Juli 2016, wenn auch langsam und nur regional. Das in vielen Anbauregionen wechselhafte Wetter zögerte den Erntestart hinaus, bei günstiger Witterung geht es diese Woche aber deutlich flotter voran. Allem Anschein nach werden die Ertragserwartungen allerdings nicht getroffen. Regional könnte starker Krankheitsdruck das Potenzial zusätzlich dezimieren, wenn dem nicht durch den Einsatz entsprechender Pflanzenschutzmittel vorgebeugt wurde.

Trotz einer etwas größeren Anbaufläche in Deutschland könnte die Ernte das Vorjahresniveau so verfehlen. Der Deutsche Raiffeisenverband DRV hat seine Schätzung schon auf 4,9 Mio. t leicht nach unten korrigiert. Das wäre deutlich weniger als im langjährigen Mittel. Für Raps in Frankreich haben sich die Aussichten ebenfalls verschlechtert und die Ernteschätzungen wurden deutlich gesenkt. Das französische Landwirtschaftsministerium rechnet nun mit 4,8 Mio. t, nach vorab 5,1 Mio. t. Das würde nicht nur weit unter dem Vorjahresniveau liegen, sondern auch das langjährige Mittel weit verfehlen.

Mit Beginn der Haupternte offenbart sich allmählich, wie knapp die Versorgung 2016/17 wirklich werden könnte. Informieren Sie sich im AMI Markt aktuell Ölsaaten über die Entwicklung auf den Feldern und am Markt, sowohl in Deutschland als auch in anderen Haupterzeugungsländern.

Marktexperten

Frau Benita Burghardt - AMI Expertin für Ölsaaten und Biokraftstoffe

Benita Burghardt

Marktexpertin Ölsaaten und Biokraftstoffe


Tel.: (0228) 33805-355
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen, Mitarbeit am Projekt der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, gute Kontakte im Ölsaaten- und Bioenergiesektor.