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US-Weizen- und Maiskurse geben kräftig nach

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
06.05.2016

Gewinnmitnahmen und bessere Bewertung der US-Feldbestände bescheren Weizennotierungen in Chicago kräftige Verluste. US-Maisaussaat kommt zügig voran. Maiskurse stehen im Hinblick auf Flächenausdehnung in den USA ebenfalls unter Druck. Neue, herabgesetzte Schätzung für Brasilien kann dem nichts entgegensetzen.

Die jüngste wöchentliche Bonitierung der US-Weizenfeldbestände durch das US-Landwirtschaftsministerium, USDA, fiel deutlich besser aus als erwartet. Die Notierungen in Chicago gerieten im Nachgang der Veröffentlichung des USDA-Berichts unter kräftigen Druck. Der Fronttermin für Weizen verlor am Dienstag fast 4 % an Wert und schloss zuletzt bei umgerechnet 146 EUR/t, gut 10 EUR/t unter Vorwochenniveau. Die Börse in Kansas schloss am Montag für Hard Red Winter schon mit großen Verlusten. Spekulanten warten nun auf die ersten Meldungen der Crop-Rating-Tour 2016 in den Hauptanbaugebieten und die Bestätigung, dass die jüngsten Niederschläge der Pflanzenentwicklung gut getan haben. Erste Ergebnisse der Tour in Kansas lassen überdurchschnittliche Weizenerträge erwarten. Aufgrund der zum Teil ungünstigen Vege-tationsbedingungen in den vergangenen Wochen können bisherige Höchstmarken jedoch kaum erreicht werden. Trotzdem befindet sich US-Weizen insgesamt in einem deutlich besseren Zustand als lange Zeit vermutet. Das USDA bewertete zu Wochenbeginn rund 61 % der Feldbestände mit gut oder exzellent und damit 2 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche.

Zum Vergleich: Zum Vorjahreszeitpunkt fielen nur rund 43 % in diese beiden Kategorien. Nicht nur Weizen, auch Mais in Chicago musste jüngst kräftige Verluste einstecken. Der Fronttermin verlor, nach der USDA-Meldung über eine zügig voranschreitende US-Aussaat, am Dienstag gut 3 % an Wert. Da die Notierungen vorab im Zuge einer lebhaften Nachfrage nach US-Ware umfangreiche Gewinne verbuchen konnten, ist das Minus im Vergleich zur Vorwoche überschaubar. Bis zum 01.05.2016 wurden in den knapp 45 % der für Mais vorgesehenen Flächen bestellt. Das war etwa genauso viel wie zum Vorjahreszeitpunkt und rund 15 Prozentpunkte mehr als im langjährigen Mittel.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien