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Verbraucher kauften 2018 weniger Milchprodukte

Verbraucher kauften 2018 weniger Milchprodukte
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Donnerstag, 24.01.2019 - 17:26

(AMI) – Die Verbraucherpreise für Milcherzeugnisse sind 2018 bei fast allen Produkten gestiegen. Die Konsumenten reagierten darauf mit einer gedämpften Nachfrage. Lediglich fetthaltige und ökologisch erzeugte Produkte standen weiterhin in der Gunst der Verbraucher.

Im vergangenen Jahr kam es nahezu produktübergreifend zu Preissteigerungen. Als Folge wanderten Milcherzeugnisse weniger häufig in die Einkaufswägen der Verbraucher als 2017. Der Rückgang der Nachfrage fiel dabei bei den einzelnen Erzeugnissen unterschiedlich stark aus. Lediglich Varianten mit höherem Fettgehalt lagen weiterhin in der Gunst der Verbraucher. Darüber hinaus war weiter ein deutlicher Trend hin zu der jeweiligen Bio-Variante zu erkennen.

Verschiebungen in der Nachfrage nach Butter

Besonders bei der deutschen Markenbutter sind die Preise 2018 deutlich gestiegen. Im September wurde mit 1,95 EUR für ein 250-Gramm-Päckchen im Preiseinstiegssegment der Jahreshöchststand erreicht. Dennoch wurde das Rekordhoch von 1,99 EUR vom September 2017 unterschritten.

Die AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels ergab, dass die Preisanstiege bei deutscher Markenbutter die Verbraucher dazu veranlassten, weniger von diesem Produkt zu kaufen. Insgesamt gingen die Buttereinkäufe um 7,6 % zurück und verzeichneten damit den stärksten Rückgang unter den Milchprodukten. Vor allem Ware aus Deutschland landete seltener im Einkaufswagen. Bei ausländischer Butter fiel das Minus teils geringer aus. Butter aus Irland, bei welcher der Preisanstieg weniger ausgeprägt war als bei der deutschen Variante, wurde sogar häufiger nachgefragt als 2017.

Der Trend hin zu Bio-Produkten ließ sich bei der Butter jedoch nicht feststellen. Konsumenten in Deutschland kauften 2018 gut 11 % weniger der ökologisch produzierten Variante. Teilweise könnte dies an den, im Vergleich zur konventionellen Ware, stärker gestiegenen Preisen liegen. Im Schnitt kostete ein Päckchen Bio-Butter knapp 14 % mehr als 2017.

Wie entwickelten sich Preise und Nachfrage bei den anderen Milchprodukten im Detail? Eine ausführliche Analyse dazu finden Sie in unserem Online-Dienst Markt aktuell Milchwirtschaft.

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Marktexperten

Anna Effertz - AMI Junior-Produktmanagerin Agribusiness

Anna Effertz

Junior-Produktmanagerin Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-514
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen