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Verunsicherung durch Währungsschwankungen

Verunsicherung durch Währungsschwankungen
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
15.12.2016

An der Börse in Paris kann sich Weizen behaupten, Mais legt stetig zu. Das Handelsinteresse war wegen der Währungsschwankungen vor der FED-Entscheidung gebremst. Der Dezember-Kontrakt rutschte mit 155,50 EUR/t vom Parkett. Neue Exportausschreibungen wohl ohne EU-Beteiligung.

Neben Mais weist nun auch Weizen wieder leicht festere Tendenz auf. Mit 165,75 EUR/t schloss der neue Fronttermin März-2017 am 14.12.2016 immerhin gut 2 EUR/t über Vorwochenlinie, wenn er auch gegenüber Vortag keine Veränderung brachte. Der Dezember-Kontrakt hatte am 12.12.2016 seinen letzten Handelstag und stürzte regelrecht ab. Er verlor mehr als 6 EUR/t zum Vortag und erreichte mit 155,50 EUR/t seinen niedrigsten Stand. Es sollen 5.000 t zur Andienung gekommen sein. Diese Börsenwoche war gekennzeichnet von sehr geringem Interesse und abwartender Haltung. Auch die Anleger in Europa warteten mit Spannung auf die Entscheidung der FED zur weiteren US-Zinspolitik. Aufgrund der geringen Mengenbewegungen am Weizenmarkt war ohnehin die Währungsentwicklung für die meisten Impulse verantwortlich. Zwar gibt es Ausschreibungen für Weichweizen Richtung Nordafrika, aber die Konkurrenz ist groß, so dass sich die europäischen Anbieter wenige Chancen versprechen. Allerdings soll wohl deutscher Weizen Richtung Saudi-Arabien fließen, was hierzulande für stabile Prämien sorgt.

Die Maiskurse zeigen durchweg feste Tendenz und das seit mehr als einer Woche. Die Schritte sind allerdings sehr klein, täglich nur ein Viertel Euro. Aber so schloss der Fronttermin am 14.12.2016 immerhin bei 165,25 EUR/t, knapp 2 EUR/t über Vorwochenlinie. Festigkeit schwappt vom US-Markt herüber, wenn auch in abgeschwächter Form. Überschaubares Angebot, aber vor allem die ungünstigen Aussichten in Südamerika stützen auch in Europa die Notierungen.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien

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