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Weizen und Mais vor USDA-Bericht schwächer

Weizen und Mais vor USDA-Bericht schwächer
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
12.01.2017

Bessere Wetteraussichten in den USA nach Kälteeinbruch lassen die Weizen schwächer schließen. Unsicherheit über das Ergebnis des anstehenden USDA-Berichts belasten zusätzlich.

Die Weizenkurse in Chicago haben sich zum Ende der vergangenen Woche zunächst deutlich befestigt, widrigen Witterungsbedingungen in den US-Anbaugebieten und der schwächere US-Dollar sorgten für Auftrieb. Die Börsenakteure haben auf Grund der befürchteten Auswinterungen ihre Verkaufspositionen auf US-Weizen aufgelöst und mit technischen Käufen dem Kurs einen Sprung von knapp 5 % beschert. Zwar kam es zu Wochenbeginn zu einigen Gewinnmitnahmen, im Großen und Ganzen konnten sich jedoch die Bullen am Markt behaupten.

Neben den anhaltenden Sorgen vor Kälteschäden auf der gesamten Nordhalbkugel stützten auch daraus resultierende verbesserte Exportaussichten den US-Weizen. Vor der heutigen Veröffentlichung des aktuellen USDA-Berichts und vor dem Hintergrund günstigerer Wetteraussichten für die Hauptanbaugebiete in den USA hat Weizen im Wochenverlauf wieder schwächer geschlossen. Die Fonds haben einige ihrer Kaufpositionen aufgelöst, um nicht auf dem falschen Fuß durch mögliche Prognoseanhebungen durch das USDA erwischt zu werden. Die aktuelle Kursvolatilität ergibt sich aus eher kurzfristig agierenden Spekulationen, die meist witterungsgetrieben sind. Tiefe Temperaturen erhöhten die Verunsicherungen in globale Versorgung der kommenden Ernte. Mit einem Minus auf Wochensicht von 1,8 % im Fronttermin beendete die Weizennotierung den gestrigen Handel in Chicago.

Auch US-Mais hat seit vergangenem Donnerstag rund 1,1 % im Fronttermin verloren. Die Exporte erreichten in der vergangenen Woche ihren niedrigsten Stand im laufenden Wirtschaftsjahr. Zudem warten auch bei Mais die Akteure an der Börse in Chicago den heutigen USDA-Bericht ab, um sich neu zu positionieren. Meldungen wonach China seine Strafzölle auf DDGS erhöht und damit die Margen und indirekt die Nachfrage nach Mais der US-Bioethanolindustrie beeinträchtigen könnte, setzten den Kurs zusätzlich unter Druck.

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Marktexperten

Sebastian Kaltenecker

Junior-Produktmanager Agribusiness


Tel.: (0228) 33805-516
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Marktkommentaren und Fachbeiträgen zu Agrarrohstoffen