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Weizen ohne eindeutige Richtung

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
28.04.2016

Lebhafte Kontraktkäufe an einem und Gewinnmitnahmen am nächsten Tag führen in Paris zu einem ausgeprägten Zick-Zack-Kurs für Weizen, allerdings mit Trend nach unten. Der umsatzstarke Terminhandel steht im Gegensatz zum geringen Kassageschäft. Mais tendiert fester, kann nach den deutlichen Verlusten vor dem Wochenende aber noch nicht wieder an die Vorwochenlinie herankommen. Die Maispreise profitieren von ungünstigen Aussaatbedingungen in Europa sowie nachlassender Drittlandskonkurrenz.

Die Maiskurse zeigten zuletzt nahezu ungebrochenen Aufwärtstrend. Vor dem Wochenende gerieten sie kurzzeitig unter Druck der abrutschenden Getreidenotierungen in Übersee. Im Gegensatz zu Weizen setzten sie danach allerdings ihren Weg nach oben fort und erreichten mit 162,75 EUR/t nahezu Vorwochenniveau. Auslöser für die steigenden Kurse sind vor allem die ungünstigen Aussaatbedingungen in Europa. Die niedrigen Temperaturen, örtlich sogar Schneefall und Nachtfrost, bremsen die Feldarbeiten massiv. So waren bis zum 18.04.2016 erst 11 % der geplanten Fläche gedrillt, das war zwar immerhin fast dreimal so viel wie in der Vorwoche, aber zum Vorjahreszeitpunkt waren die Aussaatarbeiten bereits zu 47 % vorangeschritten. Und auch in der laufenden Woche hat sich an den winterlichen Verhältnissen nichts geändert, so dass die Aussaat nicht spürbar vorangekommen sein dürfte. Gleichzeitig schwindet die Konkurrenz ausländischer Ware am Kassamarkt. In der 15. KW vergab Brüssel keine Importlizenzen für Mais. Vor allem aus der Ukraine steht absehbar immer weniger Mais zur Verfügung.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien