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Weizen rutscht unter 160 EUR/t

Weizen rutscht unter 160 EUR/t
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
25.08.2016

Die Weizenkurse erreichten in den zurückliegenden Tagen ein 7-Wochentief, konnten sich aber zwischenzeitlich wieder befestigen. Die EU-Exporte laufen weiterhin lebhaft, allerdings ohne Frankreich. Die Vegetationsbedingungen für Mais in der EU-28 verschlechtern sich, so dass zuletzt die Kurse wieder anzogen.

Am 23.08.2016 erreichte in Paris der Fronttermin für Weizen mit 156 EUR/t ein 7-Wochentief und heizte damit den Kontraktkauf wieder an. So konnte sich am Folgetag die Notierung immerhin auf 158,50 EUR/t erholen, unterstützt durch die prekäre Marktlage in Frankreich. Tendenziell ist Weizen jedoch von Schwäche geprägt. Der feste Euro, der immerhin einige Tage über 1,13 USD notierte, bremste die Chancen auf Export. Zudem kamen durchweg Schwächesignale von der Börse in Chicago, denen der umsatzschwache Kassamarkt in der EU-28 wenig entgegen zu setzen hatte. Die reduzierte Ertragsprognose von MARS konnte keine Kurswirkung erzielen. Die schwache EU-Weizenernte in Frankreich ist eingepreist und es gibt andere EU-Länder, die diese Lücke vorerst füllen können. So vergab Brüssel in der Vorwoche Exportlizenzen für 538.030 t, die die Gesamtmenge im laufenden Wirtschaftsjahr auf 3,57 Mio. t erhöhen. Frankreich hatte in der Vorwoche so gut wie nichts zum Drittlandsexport beigetragen, Deutschland indes 143.380 t, Lettland erstmals 92.650 t, Rumänien 97.000 t, die Niederlande 94.643 t. Mit insgesamt 775.725 t ist Deutschland derzeit zweitwichtigster EU-Weizenexporteur, hinter Rumänien mit 822.810 t.

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Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien