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Weizenexporte beleben das Geschäft

Weizenexporte beleben das Geschäft
© AMI
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI),
19.01.2017

Wie üblich hat der Getreidehandel im Verlauf der zweiten Januardekade wieder an Fahrt aufgenommen. Vor allem Exporte über Nordseehäfen beleben das Geschäft. Der Binnenmarkt ist auch aktiv, wobei vor allem Logistikprobleme zu lösen sind. Die Preise tendieren fest.

Nach einem wie üblich ruhigen Jahreswechsel zog das Brotgetreidegeschäft im Verlauf der zweiten Januardekade an. In norddeutschen Seehäfen werden lebhafter Schiffe beladen, wobei zur längst vereinbarten Vertragsware auch einiges an zusätzlichen spontanen Bestelllungen kommt, was zum Teil überrascht. Der schwache Euro ist sicherlich weiterhin ein Argument für hiesige Ware. Zusätzlich profitieren einige Verkäufer davon, dass der Osten Europas zuletzt tief im Winterwetter versank und nicht mehr in jedem Fall voll lieferfähig ist. Die Geschäfte könnten allerdings noch besser laufen. Bedarf im arabischen Raum und in Nordafrika gibt es genug, den decken aber auch immer wieder Anbieter aus Übersee. Letztlich bleiben alle Absatz- und Preisentwicklungen durch die gute globale Versorgungslage gedeckelt.

Der Binnenmarkt ist zuletzt von Nord bis Süd auch etwas aktiver geworden. Anfragen vom Handel oder von Mühlen stellen die Beteiligten aber vor logistische Herausforderungen. Frachtkapazitäten auf den Flusswegen sind begrenzt und das Niedrigwasser verteuert den Transport. Für Nahversorger ist das ein Vorteil, für den aber Frachtkapazitäten per LKW gesucht werden. Bei den Kassapreisen im Umfeld der Käufer lassen sich aus der Situation heraus Aufschläge für Brotgetreide realisieren. Frachtfern sind Landwirte zwar im Nachteil, wegen ihrer geringen Abgabebereitschaft drückt das aber nicht auf die Preise. Es gibt weiterhin genügend Lagerhalter, die für spätere Liefertermin ohnehin noch etwas höhere Preise erwarten.

In die Großhandelspreise schlägt sich die feste Preislage auf Erzeugerstufe noch kaum nieder. Für prompt gelieferten Brotweizen, franko Hamburg, wurde mit 174 EUR/t der in der vergangenen Woche um 1 EUR/t angestiegene Preis gehalten. Brotweizen kostet allerdings am Niederrhein mit 177 EUR/t einen EUR/t mehr als zuvor. Genau so viel gewann Brotweizen in Westfalen und kam jüngst auf 178 EUR/t. E-Weizen blieb in Thüringen bei 180 EUR/t. Brotroggen hat seit vergangener Woche nirgends zugelegt. Er kostet sowohl am Oberrhein wie auch in Westfalen 160 EUR/t und am Niederrhein weiterhin 163 EUR/t. Braugerste verharrt am Niederrhein bei 197 EUR/t und am Oberrhein bei 200 EUR/t.

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Marktexperten

Christoph Hambloch

Christoph Hambloch

Marktanalyst Kartoffeln


Tel.: (0228) 33805-352
Kontakt: AMI Expertenseite

Autor von Fachbeiträgen und Produktstudien, langjährige intensive Kontakte zu nationalen und internationalen Unternehmen der Kartoffelbranche. Mitglied von Fachgremien und Institutionen im Bereich Kartoffelanbau.