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Agrarexport

Bald Rindfleischexporte nach China möglich?

am Freitag, 14.06.2019 - 09:54

China will die Zulassungsverfahren für den Import von deutschem Rindfleisch beschleunigen. Ein Ergebnis der China-Reise von Bundesagrarministerin Klöckner.

Klöckner-China-2019-Unterschrift

Auf ihrer Chinareise hat sich Bundesagrarministerin Julia Klöckner für die Aufhebung von Handelshemmnissen eingesetzt. Mit dabei ist eine Delegation aus
Vertretern von Unternehmen und Verbänden der Land- und Ernährungswirtschaft.

China ist der drittgrößte Markt für deutsche Lebensmittel. Das Potential für den bilateralen Handel ist laut Ministerium noch lange nicht ausgeschöpft, denn bisher dürfen zum Beispiel deutsche Äpfel oder deutsches Rindfleisch nicht nach China eingeführt werden.

Nach Gesprächen mit dem chinesischen Landwirtschaftsminister zieht Ministerin Klöckner ein positives Fazit: „Deutsche Produkte haben einen hervorragenden Ruf in China. Ich konnte mich in Peking erfolgreich dafür einsetzen, dass die bisherigen Hürden im Handel abgebaut werden. Die chinesische Seite hat zugesagt, insbesondere für Rindfleisch die entsprechenden Verfahren zu beschleunigen. Weitere Marktöffnungsverfahren zum Beispiel für Äpfel, Getreide und Geflügelfleisch werde ich bei weiteren Gesprächen thematisieren. Von offenen Handel profitieren beide Seiten. Aber ich sage auch ganz deutlich: Es muss ein Handel nach klaren Regeln sein.“

Schweinepest: Export nach China soll möglich bleiben

Die Ministerin hat ihren chinesischen Amtskollegen auch auf die Afrikanische Schweinepest angesprochen, die sich in China rasant ausbreitet: „Wir haben Schritte vereinbart, um im Falle einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Europa sicher zu stellen, dass der Export von Schweinefleisch möglich bleibt.“

Entscheidende Punkte sind dabei die Regionalisierung, also die Begrenzung von
Handelseinschränkungen auf betroffene Gebiete, und die Differenzierung zwischen
Ausbrüchen bei Wild- und Hausschweinen.

Kein deutscher Marktzugang für Rindfleisch

Für Produkte der deutschen Ernährungs- und Lebensmittelbranche ist das Land der
drittgrößte Markt außerhalb der EU (nach USA und Schweiz).

Es bestehen allerdings noch einige Hindernisse beim Marktzugang für deutsche Unternehmen. Deutschland ist beispielsweise für den Export von Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen nach China immer noch nicht zugelassen, obwohl es seit 2016 den besten von der Weltorganisation für Tiergesundheit anerkannten BSE-Status („vernachlässigbares BSE-Risiko“) besitzt. Auch der Export von Äpfeln, Gerste und Weizen ist derzeit noch nicht möglich.